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Westfälische Nachrichten: SPD warnt: ?Die Bahn pokert? beim neuen Hauptbahnhof

Erteilt die Bahn beim Bau des neuen Hauptbahnhofs in Münster nun dem Investor MFI oder der Firma Timon den Zuschlag? Nach Auskunft des SPD-Fraktionschefs Wolfgang Heuer war es ein Fehler der münsterischen CDU, ?sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt? auf die Seite von Timon zu schlagen.

 

Erteilt die Bahn beim Bau des neuen Hauptbahnhofs in Münster nun dem Investor MFI oder der Firma Timon den Zuschlag? Nach Auskunft des SPD-Fraktionschefs Wolfgang Heuer war es ein Fehler der münsterischen CDU, ?sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt? auf die Seite von Timon zu schlagen. Die Entwicklung der letzten Tage, so Heuer gestern bei einem Pressegespräch, ?zeigt ganz deutlich, dass die Bahn pokert?. Der CDU-Vorstoß schwäche die Verhandlungsposition der Stadt.

 

Heuer warb für einen ?möglichst breit getragenen Konsens? bei den münsterischen Parteien, damit der seit Jahren überfällige Neubau eines Bahnhofs Realität werden könne. Die jüngsten Informationen der Bahn über die Angebote der zwei noch im Rennen befindliche Investoren seien aber noch ?sehr nebulös?, besonders im Hinblick auf die Ausweisung von Einzelhandelsflächen.

 

 

Vor diesem Hintergrund müsse Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann bei den anstehenden Gesprächen Stärke zeigen. Auf eine Verhandlungstaktik der Bahn nach dem Motto ?Vogel friss oder stirb? dürfe sich Tillmann nicht einlassen.

Heuer sagte dies im Hinblick auf ein Treffen Tillmanns mit dem hochrangigen Bahnmanager Wolf-Dieter Siebert am kommenden Freitag.

 

Heuer wiederholte die Forderung der SPD, städtisches Geld für den Neubau zur Verfügung zu stellen. Anders als die Grünen wollte der SPD-Fraktionschef aber keine Summe nennen, da die Bahn darauf sicherlich sofort reagieren würde.

 

In der vergangenen Woche hatte der Projektleiter Henrik Thomsen in Münster erklärt, dass bei der so genannten Verkehrsstation am Bahnhof noch eine ?Deckungslücke? von sieben Millionen Euro bestehe. 17 Millionen Euro der geplanten 24 Millionen Euro für die neuen Tunnel, Aufzüge und Bahnsteige sollen von Bund und Land kommen, ?eigenes? Geld der Bahn ist offensichtlich nicht zu erwarten. Die Verkehrsstation ist (anders als die geplanten Gebäude auf der Ost- und Westseite) nicht Bestandteil des Investorenverfahrens.

 

Heuer kann sich vorstellen, dass sich die Stadt Münster an der Finanzierung einer zweiten Radstation auf der Ostseite des Bahnhofs beteiligt.

 

 

Klaus Baumeister, Westfälische Nachrichten 08.06.07