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News Umwelt & Bauen

Verpackungsmüll eindämmen – der Handel ist gefordert

„Die aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes zur Entwicklung der Verpackungsabfallmengen in 2018 geben Anlass zur Sorge. 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle sind einfach viel zu viel. Der Handel muss endlich umsteuern“, fordert SPD-Ratsherr Ludger Steinmann, Vorsitzender des Betriebsausschusses der AWM. „Was nützt es, die haushaltsnahe Sammlung und Sortierung von Abfällen und Wertstoffen wie in Münster immer weiter zu verbessern, wenn die Recyclingquoten der gesammelten Wertstoffe zu gering sind oder zu unterschiedliche Verpackungsmaterialien ohne weitere Verwertung anfallen? Die Gesellschaft ist an Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung interessiert!“, ist sich Steinmann sicher. Nach Angaben des Umweltbundesamts wurden 2018 etwa 69 % der anfallenden Mengen an Verpackungsabfällen recycelt, allerdings sind die Unterschiede bei den Materialien groß: Bei Verpackungen aus Stahl waren es 91,9 Prozent, bei Aluminium 90,1, bei Papier und Karton 87,7 Prozent und bei Glas 83 Prozent. Verpackungen aus Kunststoff wurde dagegen nur zu 47,1 Prozent wiederverwertet, aus Holz sogar nur zu 25,3 Prozent (Quelle Umweltbundesamt).

In Münster lag die Verwertungsquote des Abfallaufkommens von Privathaushalten in 2018 bei 62%. "Das neue Verpackungsgesetz mit höheren Vorgaben zur Recyclingquote greift erst ab 2019, dennoch bleibt der Handel aufgefordert, die Vielfalt der eingesetzten Materialien und die Verpackungsformen zu überdenken, u höhere Verwertungsquoten zu erzielen oder ganz einfach Verpackungsmüll zu vermeiden", fordert der SPD-Politiker. 

Ludger Steinmann, Vorsitzender des Betriebsausschusses der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)