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News

Verlagerung von Krebsregister und Landesgesundheitsinstitut auf dem Prüfstand

Mit einem deutlichen Appell wendet sich der Rat der Stadt Münster an die neue Landesregierung: Alle Fraktionen haben sich auf eine Erklärung verständigt, die Verlagerung des "Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit" (LIGA) sowie des "Krebsregisters NRW" von Münster nach Bochum unter fachlichen und haushaltspolitischen Gesichtspunkten zu überprüfen und die bisherigen Pläne aufzugeben. Die Erklärung wird in der Ratssitzung am 29. September offiziell auf den Weg gebracht.

Mit einem deutlichen Appell wendet sich der Rat der Stadt Münster an die neue Landesregierung: Alle Fraktionen haben sich auf eine Erklärung verständigt, die Verlagerung des "Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit" (LIGA) sowie des "Krebsregisters NRW" von Münster nach Bochum unter fachlichen und haushaltspolitischen Gesichtspunkten zu überprüfen und die bisherigen Pläne aufzugeben. Die Erklärung wird in der Ratssitzung am 29. September offiziell auf den Weg gebracht.

 

"In beiden Fällen war durch die frühere Verlagerungsentscheidung gegen fachliche, finanzielle und personalwirtschaftliche Argumente der Gesundheitsstandort Münsterland deutlich geschwächt worden," verdeutlicht der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Heuer. So wurde mit den Beschlüssen ohne Not in Kauf genommen, dass in Münster mehr als 80 Qualitätsarbeitsplätze im Bereich der gesundheitswissenschaftlichen Anwendung in den nächsten Jahren verloren gehen. Soweit die vertragliche Situation es jetzt noch zulasse, sollte deshalb das Land die entsprechenden Entscheidungen der alten Regierung zurück nehmen, so Heuer, der Initiator der Erklärung ist.

 

Dabei bestünde laut SPD-Fraktionschef durchaus "etwas Hoffnung", da die damaligen Beschlüsse nunmehr in Düsseldorf geprüft werden. So habe das NRW-Gesundheitsministerium verlauten lassen, dass über den Umzug des Krebsregisters von Münster nach Bochum noch einmal nachgedacht werden soll. Für das LIGA liege ein umfangreiches Gutachten der Hans-Böckler-Stiftung auf dem Tisch: Neben der Kritik an den bisherigen Plänen werden dort Möglichkeiten aufgezeigt, die Interessen der Beschäftigten bei einer Reorganisation stärker zu berücksichtigen.

 

Heuer: "Grundsätzlich wurde mit den Umzugsentscheidungen die frühere gesundheitswirtschaftliche Strategie der "Clusterbildung" am Standort Münsterland - als eine von sechs Gesundheitsregionen in NRW - konterkariert. Die Zusammenführung von Schlüsselressourcen aus den regionalen Gesundheitsclustern an einem neuen Standort ist gleichzusetzen mit dem Abschied von der erfolgreichen dezentralen Strategie. Wie wir finden: ein vermeidbarer Fehler."