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Traumergebnis für Wolfgang Heuer

Der rhythmische Schluss-Applaus für Wolfgang Heuer dauerte gestern Mittag knapp zweieinhalb Minuten. Die Delegierten der münsterischen SPD waren von ihren Plätzen aufgestanden, nachdem sie ihren Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl offiziell und ohne Gegenstimme nominiert hatten. (WN 16.02.09)

 

Der rhythmische Schluss-Applaus für Wolfgang Heuer dauerte gestern Mittag knapp zweieinhalb Minuten. Die Delegierten der münsterischen SPD waren von ihren Plätzen aufgestanden, nachdem sie ihren Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl offiziell und ohne Gegenstimme nominiert hatten. Der 46-jährige Wolfgang Heuer, in einem Arm seine Lebenspartnerin Maria Schniggendiller, reckte die Finger der anderen Hand schon mal probeweise zum Victory-Zeichen in die Höhe. Er, das hatte er zuvor in seiner mehrfach von Beifall unterbrochenen Rede an den Nominierungs-Parteitag im Stadthotel unterstrichen, will Oberbürgermeister von Münster werden. Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftskompetenz will er verbinden, das Thema Bildung steht für ihn ganz oben auf der Agenda: Die Beitragsfreiheit in Kindergärten will er einführen und in einem ersten Schritt die Zahl der jungen Leute ohne Schulabschluss in Münster halbieren. Zur Klimaschutz-Politik in der Stadt sagt er, dass sie sich hervorragend mit dem grünen Koalitionspartner verwirklichen lasse. Kultur soll einen hohen Stellenwert in seiner Politik erhalten, denn sie bewirke, ?dass Bürger stolz auf ihre Stadt sind?, sagt er. Dann nimmt er noch eine Anleihe bei Willy Brandt und fordert: ?Lasst uns in Münster mehr Demokratie versuchen.?

 

Wolfgang Heuer führt auch die Reserveliste seiner Partei an, gefolgt von Beate Vilhjalmsson, die als Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominiert wurde, und Dr. Michael Jung.

 

So einig sich die Delegierten bei Heuer und den Direktkandidaten für die 33 Stimmbezirke waren, so viel Sprengstoff barg für die Partei die Reserveliste. Beanka Ganser, für Platz vier der Liste vorgeschlagen, musste ihre Position verteidigen. Zum Erstaunen männlicher Sozialdemokraten gegen eine Frau. Weil die Frauen auf der SPD-Liste noch unterrepräsentiert sind, dürfen Frauen Männer, aber nicht Männer eine Frau auf einem Listen- platz angreifen. Die Mecklenbecker Ratsfrau Marianne Koch, vorgeschlagen für Platz 18 der Reserveliste, scheiterte mit ihrer Bewerbung auf den höheren, sichereren Listenplatz.

 

Anders als der Handorfer Ortsvereinsvorsitzende und Fraktionsführer in der BV-Ost, Thomas Marquardt, der den erst 20-jährigen Robert von Olberg von Platz 11 verdrängte. Er betreibe die Kampfkandidatur nicht mit Begeisterung, sagte er, aber es sei wichtig, dass Handorf nach 15 Jahren endlich wieder im Rat vertreten sein werde. Von Olberg, der sich als Ansprechpartner für Jungwähler sieht, nahm es sportlich und trat nach seiner Niederlage erfolgreich um Platz 15 an.

 

Karin Völker - Westfälische Nachrichten, 16.02.09