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Telekom muss sozial verantwortbare Lösung finden - SPD-Spitze setzt sich für Erhalt des Callcenters ein

?Wir fordern die Telekom auf, auf die Beschäftigten zuzugehen und eine Lösung zu finden, die der sozialen Verantwortung des Unternehmens gerecht wird.? SPD-Fraktionschef und Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer sieht der Auseinandersetzung mit der Deutschen Telekom AG wegen der beabsichtigten Schließung des Callcenters in Münster weiterhin kämpferisch entgegen.

?Wir fordern die Telekom auf, auf die Beschäftigten zuzugehen und eine Lösung zu finden, die der sozialen Verantwortung des Unternehmens gerecht wird.? SPD-Fraktionschef und Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer sieht der Auseinandersetzung mit der Deutschen Telekom AG wegen der beabsichtigten Schließung des Callcenters in Münster weiterhin kämpferisch entgegen. Gemeinsam mit der Parteivorsitzenden und Landtagsabgeordneten Svenja Schulze und dem Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer traf sich Heuer jetzt mit einer Delegation von Beschäftigten des Münsteraner Telekom-Callcenters und dem Leiter des Landesfachbereichs Telekommunikation bei ver.di, Frank Bethke, um weitere Maßnahmen abzusprechen und sich einen Eindruck von den direkt Betroffenen vermitteln zu lassen.

 

Dabei erläuterten die Callcenter-Beschäftigten eindrücklich, was die Umsetzung des Standortkonzeptes der Telekom für Folgen hätte. Viele Beschäftigte wären, aus ihrer individuellen, insbesondere familiären, Situation heraus, schlicht nicht in der Lage einen angebotenen Ersatzarbeitsplatz in Recklinghausen anzutreten. Auch die Wirkungen auf den Telekom-Standort Münster, einschließlich des Ausbildungsstandortes, wurden deutlich gemacht. Svenja Schulze: ?Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten und Jahren erhebliche Opfer gebracht. Diese Leistung muss die Telekom würdigen und die geplanten Umstrukturierungspläne stoppen.?

 

Die Vertreter der SPD sagten den Beschäftigten des Münsteraner Call-Centers ihre aktive Unterstützung auf allen politischen Ebenen zu. So soll auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene der Druck auf die Telekom erhöht werden. Schließlich gehöre das Unternehmen zu knapp einem Drittel dem Bund bzw. der bundeseigenen KfW-Bank, so Christoph Strässer. Wichtig sei, dass sich die Callcenter-Standorte jetzt nicht gegeneinander ausspielen lassen. Bei einem gemeinsamen Vorgehen sieht Münsters SPD-Spitze noch Chancen auf eine Änderung der Umstrukturierungspläne und für den Erhalt des Standortes Münster.

 

Fotounterzeile: Wollen gemeinsam mit den Beschäftigten des Münsteraner Telekom-Call-Centers, den Vorsitzenden des Betriebsrates des Regionalbetriebes NordWest der Deutschen Telekom Kundenservice GmbH, Wolfgang Steinmann (3.v.r.) und dem Leiter des Landesfachbereichs 9 NRW, Frank Bethke (l.) gegen die Schließung des Telekom-Callcenters kämpfen: SPD-Parteivorsitzende Svenja Schulze (3.v.l.), Christoph Strässer, MdB (5.v.l.) und Fraktionschef und OB-Kandidat Wolfgang Heuer (r.).