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SPD will alten Trödel zurück

Um den alten Ratsbeschluss zu finden, musste die SPD-Ratsfraktion tief in den Archiven graben. 1993 war der Flohmarkt an der Promenade zum letzten Mal Gegenstand einer Entscheidung im Rathaus - und SPD-Ratsherr Dr. Michael Jung ist sicher, dass dieser Beschluss ?rechtlich den derzeitigen Regeln widerspricht?. Bekanntlich rief die von der Halle Münsterland als Organisatorin verfügte Reservierungspflicht für Standplätze im Internet und das Verbot des Nachtflohmarktes eine Bürgerinitiative auf den Plan, die sich den alten unorganisierten Flohmarkt nach dem Motto ?wer zuerst kommt, mahlt zuerst? zurückwünscht. (WN, 16.07.10)

Um den alten Ratsbeschluss zu finden, musste die SPD-Ratsfraktion tief in den Archiven graben. 1993 war der Flohmarkt an der Promenade zum letzten Mal Gegenstand einer Entscheidung im Rathaus - und SPD-Ratsherr Dr. Michael Jung ist sicher, dass dieser Beschluss ?rechtlich den derzeitigen Regeln widerspricht?. Bekanntlich rief die von der Halle Münsterland als Organisatorin verfügte Reservierungspflicht für Standplätze im Internet und das Verbot des Nachtflohmarktes eine Bürgerinitiative auf den Plan, die sich den alten unorganisierten Flohmarkt nach dem Motto ?wer zuerst kommt, mahlt zuerst? zurückwünscht. Die SPD-Fraktion hat sich nun mit einem Kompromiss-Vorschlag an den Aufsichtsrat der Halle Münsterland gewandt, ?wenn nötig, werden wir einen Rats­antrag einbringen?, so Jung.

 

Im Ratsbeschluss von 1993 war die Flohmarkt-Organisation an die Halle Münsterland übertragen worden. Dabei sollte auch ?grundsätzlich nach dem bewährten System der standgeldpflichtigen Nutzung des Promenadenteils Hindenburgplatz und der standgeldfreien Nutzung des Promenadenbereichs Lindenhof (. . .)? verfahren werden. Nach den neuen Regeln kostet die Reservierung 7,50 Euro.

 

Auch die Argumente gegen den Nachtflohmarkt findet die SPD nicht überzeugend. ?Wenn die Promenade nachts benutzt werden kann, sollte das auch beim Flohmarkt möglich sein?, sagte SPD-Ratsfraktionschef Wolfgang Heuer. Die SPD regt nun an, Teile des Geländes wie früher freizugeben, andere für Personen zu reservieren, die sich per Internet anmelden. Die SPD will auch von der Verwaltung prüfen lassen, ob statt der Wiese am alten Zoogelände nicht weitere Promenadenabschnitte für den Flohmarkt freigeben werden können.

 

Im Internet herrscht übrigens mit den reservierten Standplätzen reger Handel. Sie werden bei E-Bay angeboten.

 

Karin Völker, Westfälische Nachrichten - 16.07.2010