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SPD übt harte Kritik: Münsters Schulen schleppen Sanierungsstau von 80 Millionen Euro vor sich her

"Schule und Bildung?: Für Wolfgang Heuer, den Oberbürgermeisterkandidaten der SPD, das Zukunftsthema schlechthin ? eines der ?wichtigsten? sowieso. ?In Münster jedoch häufig vernachlässigt.? Deshalb hatte er unter diesen Oberbegriffen auch Anfang November die persönliche Informationskampagne gestartet. Jetzt, nach über zwanzig Lokalterminen, zog der Sozialdemokrat zusammen mit Dr. Michael Jung, dem fachpolitischen Sprecher der Fraktion, ein erstes Resümee. (Echo-Münster)

"Schule und Bildung?: Für Wolfgang Heuer, den Oberbürgermeisterkandidaten der SPD, das Zukunftsthema schlechthin ? eines der ?wichtigsten? sowieso. ?In Münster jedoch häufig vernachlässigt.? Deshalb hatte er unter diesen Oberbegriffen auch Anfang November die persönliche Informationskampagne gestartet.

 

Jetzt, nach über zwanzig Lokalterminen, zog der Sozialdemokrat zusammen mit Dr. Michael Jung, dem fachpolitischen Sprecher der Fraktion, ein erstes Resümee. Kernaussage der beiden: ?Von der Stadt wurden nach unseren Erkenntnissen die falschen Prioritäten gesetzt.? So konnten die Genossen gleich mehrere Problemfelder anführen, bei denen Handlungsbedarf offenbar geworden wäre.

 

1. Ganztagsangebote: Nach Einschätzung des Duos Heuer/Jung werden die in wenigen Jahren die Regel sein, insofern ein ?ganz heißes Eisen?, weil man bereits jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen habe. Notwendig sei dafür ein ?systematisches Konzept? - eine Art Master-Plan, der ?mit Sinn und Verstand? erarbeitet werden müsse. ?Was wir gar nicht gebrauchen können?, warnte Heuer, ?ist Stückwerk? - mal hier, mal dort kurzfristige Erweiterungen vorzunehmen, helfe auf Dauer kaum weiter.

 

2. baulicher Zustand: Hier schleppe die Verwaltung einen Sanierungsstau von inzwischen 80 Millionen (in Worten: achtzig) Euro mit sich herum. Besonders in puncto Toilettenanlagen wäre vielerorts seit den Sechzigern ?kaum noch etwas passiert?, als dementsprechend ?unzumutbar?, weil ?hygienisch bedenklich? würde mittlerweile das Aufsuchen der Sanitärtrakte eingeschätzt. Ähnlich gravierende Ausstattungsmängel wiesen die Fachräume auf, ?gerade im naturwissenschaftlichen Bereich?.

 

Und bei den Aufenthaltsräumen ? Stichwort: ?Übermittagbetreuung? - besäßen etliche Einrichtungen nicht die erforderlichen Kapazitäten. In dem Zusammenhang erinnerte Jung seinerseits an die Nöte des Hittorf-Gymnasiums, akzeptable Rahmenbedingungen zu schaffen (s. Artikel ?Demonstration in eigener Sache?). Allerdings: ?Was entstehen kann, wenn man Vorhaben vernünftig plant, lässt sich am Roxeler Schulzentrum verdeutlichen?, strichen die Zwei das Positiv-Beispiel heraus.

 

3. Personal: Heuer ließ keinen Zweifel daran, dass auf der Ebene Sekretärin/ Hausmeister/ Reinigungskräfte einst intakte Infrastrukturen ?kleingerödelt? worden wären. ?Zum einen wurden Stellen drastisch abgebaut, zum anderen gibt?s oft nur noch befristete Verträge, zusätzlich hat man die Intervalle zum Säubern der Klassenzimmer heraufgesetzt? - alles Maßnahmen, die ?reibungsloses Funktionieren? des Unterrichtsbetriebs erschweren würden. ?Sollte mir als OB Verantwortung übertragen werden?, betonte Heuer, ?setze ich die Akzente neu.?

 

Freilich: Nicht alles wollten die SPD-Vertreter in Bausch und Bogen verurteilen. Aber: "ein Umsteuern" bei den genannten Phänomenen sei mehr denn je nötig.

 

Wolfgang Halberscheidt, echo-muenster.de