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SPD sieht weiterhin Bedarf für eine Gesamtschule in Roxel

„Dass Schulentwicklung nicht an den Kirchturmspitzen aufhören darf“, ist nach Ansicht von Doris Feldmann, schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, „absolut nachvollziehbar“. Da die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen aber nicht nur in Münster, sondern auch in Havixbeck und Billerbeck rasant zunimmt, sollte sich die Standortfrage in Münster nach Überzeugung der SPD-Politikerin am Bedarf und den Gegebenheiten vor Ort orientieren: „Durch das Auslaufen der Friedensreich-Hundertwasser-Schule steht für die stark wachsenden westlichen Stadtteile in Münster nur noch ein Gymnasium zur Verfügung. Nach der Hauptschule und der Realschule schließt nun auch die Sekundarschule. Wir brauchen daher das Angebot vor Ort statt in der Stadtmitte.“

Philipp Hagemann, SPD-Ratsherr für Roxel kennt die Odyssee, die viele Eltern hinter sich haben: „Nach Absagen an der bischöflichen Friedensschule und an den städtischen Gesamtschulen wurden einige Kinder auch an der Gesamtschule in Havixbeck abgelehnt – da ist es doch nicht vermittelbar, dass Roxel der falsche Standort für Münsters dritte städtische Gesamtschule sein soll. Zumal wir hier ein hervorragend geeignetes Gebäude sowie die sportliche Infrastruktur haben.“ Bereits 2018 hat die SPD hinterfragt, aus welchen Stadtteilen die an den städtischen Gesamtschulen abgelehnten Kinder kommen. „Die Antwort war sehr eindeutig“, so Feldmann, „die meisten der abgelehnten Kinder wohnen im Westen. Und wenn man sich die städtebauliche Entwicklung in Gievenbeck, Albachten, Nienberge und Roxel ansieht, war das ganz sicher keine Momentaufnahme.“ Hagemann: „Bereits zwei Unterschriftenaktionen für eine städtische Gesamtschule in Roxel fanden eine enorm große Unterstützung. Das können wir nicht ignorieren!“ Einen zügigen Ausbau der Gesamtschulplätze halten Feldmann und Hagemann auch mit Blick auf die langen Wartelisten bei den höheren Jahrgängen für dringend notwendig: „Bei der Wahl der Schulform geht es nicht nur um das Elternwahlrecht, sondern um Bildungschancen. Wir dürfen nicht vergessen, dass jedes Kind nur eine Schulzeit hat.“ Beide hoffen, dass die Bezirksregierung möglichst bald eine Entscheidung trifft.