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News

Servatiiplatz: Aus Grau soll Grün werden

Münstersche Zeitung, 15.01.2008

 

Zwischen Iduna-Hochhaus, Eisenbahndirektion und Landeshaus bleibt niemand lange stehen. Autos rasen in alle Himmelsrichtungen über das Areal. Für Fußgänger und Radfahrer ist es nur ein Hindernis zwischen Innenstadt und Ostviertel.

Wenn es nach der SPD geht, sprießen am tristen Servatiiplatz bald Pflanzen

 

Zwischen Iduna-Hochhaus, Eisenbahndirektion und Landeshaus bleibt niemand lange stehen. Autos rasen in alle Himmelsrichtungen über das Areal. Für Fußgänger und Radfahrer ist es nur ein Hindernis zwischen Innenstadt und Ostviertel.

 

Das, war allgemein Servatiiplatz genannt wird, ist schon so lange hässlich, dass es niemanden mehr auffällt. Diesen ?vergessenen Stadtraum? hat die SPD-Ratsfraktion nun als politisches Handlungsfeld entdeckt. Sie regt an, der ?ungastliche Asphaltwüste?, wie sie Ratsherr Karl-Heinz Winter nennt, ihre städtebauliche Würde zurückzugeben. Ein Gesicht soll der Platz bekommen, viel grüner und weniger grau, gestaltet nach eigenem Gesamtkonzept, das die Stadt aufstellen soll.

 

Attraktives Entrée

Aktueller Anlass: Während die NRW.Bank im Zuge ihres Neubaus den Parkplatz an der Friedensstraße als öffentliche Grünfläche herrichtet, endet der Umbau der Bahnhofsstraße bislang am Servatiiplatz. Das Stück dazwischen fehlt. ?Dabei braucht die Innenstadt auch von Osten ein attraktives Entrée?, findet Winter. Jetzt sieht er die Chance, es im Einklang mit allen Beteiligten durchzusetzen. Winter verweist nicht nur auf die Kaufleute der Salzstraße und die unzureichende Anbindung an den Bahnhof. Die Bewohner des Ostviertels profitieren von einer Neugestaltung der trostlosen Zone ebenso wie Erlöserkirche und Paul-Gerhardt Haus, die jetzt wie auf einer Insel im Strom liegen.

Daran wird sich generell nichts ändern, das ist Fraktionschef Wolfgang Heuer klar: ?Die Straßen bekommen wir hier nicht weg. Aber das wollen wir auch gar nicht.? Sondern mit mehr Rasen, Beete und Bäume, neu geführte Rad- und Fußwege, vielleicht eine Verlegung von Straßenüberwegen. Dass dafür Stellplätze wegfallen müssten, fände Heuer im Umfeld der Parkhaus-Neubauten ?vertretbar?.

 

Haushaltslage

Ihren Antrag hat die SPD im Dezember an den Rat gestellt. Schnell dürfte der Servatiiplatz sein Gesicht trotzdem nicht ändern ? da bleibt Winter realistisch. Mit Blick auf Haushaltslage rechnet er mit einem Vorlauf von fünf bis zehn Jahren.

 

Jörg Gierse ? Münstersche Zeitung 15.01.08