Veranstaltungskalender

Anything in here will be replaced on browsers that support the canvas element

News

Schluss mit Durchgangsverkehr in der Rjasanstraße

Den Anwohnern der Rjasanstraße steht die Wut bis zum Hals: Jeden Morgen fahren Berufspendler durch ihre Straße, um die Ampelanlage auf dem Lublingring Ecke Gartenstraße zu vermeiden. Ein Problem von vielen. Nun stellt die SPD-Ratsfraktion einen Antrag an die Stadt-Verwaltung ? mit der Forderung: Es müssen konkrete Vorschläge gefunden werden, um die Situation zu entschärfen. (echo-muenster.de)

Den Anwohnern der Rjasanstraße steht die Wut bis zum Hals: Jeden Morgen fahren Berufspendler durch ihre Straße, um die Ampelanlage auf dem Lublingring Ecke Gartenstraße zu vermeiden. Ein Problem von vielen. Nun stellt die SPD-Ratsfraktion einen Antrag an die Stadt-Verwaltung ? mit der Forderung: Es müssen konkrete Vorschläge gefunden werden, um die Situation zu entschärfen.

 

?Es muss eine Lösung her, denn ein einfacher Appell an die Autofahrer hat wenig Aussicht auf Erfolg?, meint Ratsherr Karl-Heinz Winter von der SPD. Aber nicht nur der Durchgangsverkehr stelle ein massives Problem dar: ?Die Nebenanlagen der Kanalstraße im Bereich der Einmündung sind verbesserungswürdig?, bemerkt SPD-Ratsfrau Marianne Koch. ?Es fehlt der abgesenkte Bürgersteig direkt an der Kanalstraße, damit ein Rollstuhlfahrer ohne Schwierigkeiten auf die Fahrbahn gelangen kann?, erklärt Winter. ?Die vorhandene Bordsteinabsenkung an der Rjasanstraße müsste bis zur Kanalstraße erweitert werden?, so der Vorschlag von Koch.

 

Gefahren für behinderte Menschen

 

Da es in dem Abschnitt viele barrierefreie Wohnungen gibt, ist die momentane Lage gerade für Menschen mit Behinderung ärgerlich. Die Rollstuhlfahrerin Marianne Ziegler kann dies nur bestätigen: ?Ich bin immer froh, wenn ich die Kanalstraße mit meinem Hund bis zur Fußgängerinsel unbeschadet überquert habe. Zweimal wäre ich schon fast von einem vorbeifahrenden Auto angefahren worden?, sagt sie traurig.

 

Freie Sicht versprerrt

 

Der Versuch, den gegenüber liegenden Bürgersteig zu erreichen, ist alles andere als ungefährlich: Um überhaupt vernünftig die Straße einsehen zu können, muss die 55-Jährige sich von der Bordsteinabsenkung an der Ecke Rjasanstraße vorsichtig der Fahrbahn nähern. Durch die parkenden Autos an der Straßeneinmündung wird ihr die freie Sicht unmöglich gemacht. Und ein Autofahrer, der nah am rechten Fahrbahnrand vorbei fährt, hat kaum eine Chance, die Frau rechtzeitig zu sehen.

 

Antrag von Seniorenvertretung

 

?Auch wir haben so einen Antrag vor rund einem viertel Jahr an die Stadt gestellt. Bis auf einen Antwortbrief, indem die Bearbeitung bestätigt wurde, ist bisher nichts passiert?, berichtet Reinhard Lange von der Seniorenvertretung Münster. Ziegler kritisiert zudem, dass die Autofahrer sich nicht an das vorgegebene Tempolimit von 30 km/h halten.

 

?Meine Ideallösung wäre, nach halber Strecke die Durchfahrt zu sperren?, hält Winter fest. ?Damit wird den Pendlern der Anreiz genommen, ihre morgendliche Abkürzung zu nehmen?, ergänzt Inge Jachmann, sachkundige Bürgermeisterin der SPD.

 

Kerstin Sander, echo-muenster.de