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Schlaun-Gymnasium: Wolfgang Heuer wendet sich an Regierungspräsidenten

Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer hat am Montag Regierungspräsident (RP) Dr. Peter Paziorek zum Anmeldeverfahren am Schlaun-Gymnasium geschrieben. In seinem Brief unterstützt Wolfgang Heuer die Schlaun-Eltern und bittet den RP von seinem Ermessensspielraum Gebrauch zu machen und eine dritte Eingangsklasse zu genehmigen.

Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer hat am Montag Regierungspräsident (RP) Dr. Peter Paziorek zum Anmeldeverfahren am Schlaun-Gymnasium geschrieben. In seinem Brief unterstützt Wolfgang Heuer die Schlaun-Eltern und bittet den RP von seinem Ermessensspielraum Gebrauch zu machen und eine dritte Eingangsklasse zu genehmigen.

 

Der Brief im Wortlaut:

 

Bezirksregierung Münster

Herrn Regierungspräsident

Dr. Peter Paziorek

Domplatz 1 - 3

 

48143 Münster

 

 

09.03.2009

 

Anmeldeverfahren Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium, Münster

 

 

Sehr geehrter Herr Regierungspräsident Dr. Paziorek,

 

das Anmeldeverfahren zu den Münsteraner Gymnasien zeitigt auch in diesem Jahr wieder problematische Folgen: Die Bezirksregierung hat in Absprache mit der Schulverwaltung nach Abschluss des Anmeldeverfahrens nur dem Geschwister-Scholl-Gymnasium eine zusätzliche Klasse bewilligt, dem Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium demgegenüber nicht. In Münster sind die gymnasialen Klassen größer als im Landesdurchschnitt, die Lernbedingungen sind für Kinder an Münsteraner Gymnasien schlechter als sie es laut Vorgaben der Landesregierung sein dürften.

 

Konkret sind die Schülerinnen und Schüler, die derzeit die Anmeldung am dreizügigen Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münster durchlaufen, aufgrund des praktizierten Verfahrens in eine teilweise sehr schwierige Situation geraten. Bleibt es bei der bisherigen Regelung, dann wäre ein Teil der Schülerinnen und Schüler bereits zum zweiten Mal innerhalb des aktuellen Anmeldeverfahrens gezwungen, per Losentscheid die angestrebte Schule verlassen und ein anderes Gymnasium finden zu müssen. Hintergrund ist bekanntlich die knappe Unterschreitung der notwendigen Anmeldezahl für eine Dreizügigkeit am Schlaun-Gymnasium.

 

Meines Erachtens ist der aktuelle Verfahrensweg grundsätzlich wenig überzeugend und produziert zu Recht viel Unverständnis auf Seiten der betroffenen Familien. Hier flexiblere und für eine größtmögliche Zahl von Betroffenen akzeptable Kriterien zur Anwendung zu bringen, ist eine dringende Aufgabe für die Zukunft.

 

Im konkreten Fall des Schlaun-Gymnasiums bitte ich Sie im Sinne der betroffenen Schülerinnen und Schüler um Nutzung Ihres Ermessensspielraumes und damit um die Genehmigung der Einrichtung eines dritten Eingangszuges an dieser Schule. Dies erscheint mir nicht nur mit Blick auf die durchschnittlichen Klassenstärken, die anderenorts in Nordrhein-Westfalen bei Eingangsklassen üblich sind, ein für alle Beteiligten angemessener Weg. Auch spricht ? neben den vorhandenen Kapazitäten am ?Schlaun? - die von der Bezirksregierung zugesagte Ausnahmeregelung am hiesigen Geschwister-Scholl-Gymnasium für eine vergleichbare Vorgehensweise.

 

Mehr Flexibilität der Schulaufsicht bei der Klassenbildung im Sinne des schulpolitischen Ziels individueller Förderung muss m. E. mit einer Ausschöpfung aller Handlungsspielräume zugunsten der Schülerinnen und Schüler und ihrer Schulwahl einhergehen.

 

Für Ihr Entgegenkommen Danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Wolfgang Heuer

Fraktionsvorsitzender