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Promenadenflohmarkt für Alle

Einstimmig! Mit dieser großen Zustimmung zu einem gemeinsamen Antrag von SPD und CDU brachte jetzt der städtische Hauptausschuss die nächsten Schritte zur Sicherung eines Nachtflohmarkts und weiterer Verbesserungen für den Promenadenflohmarkt auf den Weg. Hier der verabschiedete Antrag im Wortlaut:

Einstimmig! Mit dieser großen Zustimmung zu einem gemeinsamen Antrag von SPD und CDU brachte jetzt der städtische Hauptausschuss die nächsten Schritte zur Sicherung eines Nachtflohmarkts und weiterer Verbesserungen für den Promenadenflohmarkt auf den Weg. Hier der verabschiedete Antrag im Wortlaut:

 

 

Promenadenflohmarkt für Alle

 

Der Hauptausschuss möge beschließen:

 

1. Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

2. Die Verwaltung wird beauftragt, im Zusammenspiel aller beteiligten Einrichtungen und Gesellschaften der Stadt Münster bei der Durchführung eines Promenaden-flohmarktes ab der Saison 2011 folgende Punkte konstruktiv zu prüfen und dem Hauptausschuss zu berichten:

 

a. Nachtflohmarkt: Voraussetzungen für die Durchführung eines Nachtflohmarktes auf der Promenade: In diesem Zusammenhang sollte auch geprüft werden, die Aufstellflächen auf der Promenade auszuweiten und die (unbeleuchteten) Wiesenbereiche aufzugeben. Auch sollte geprüft werden, ob es notwendig ist, gefährliche Stellen wie unbeleuchtete Treppenaufgänge zu sperren oder dort Leuchten aufzustellen. Ggf. sind die Kosten darzustellen. In Rücksprache mit dem Gemeindeunfallverband soll zuvor eine rechtliche Einschätzung der Verkehrssicherungspflicht bei der Zulassung des Nachtflohmarktes erteilt werden.

 

b. Gebühren: Klärung der gültigen Beschlusslage (Inhalt des Ratsbeschlusses von 1993) in den zuständigen Gremien. Sofern das aktuell eingeführte Gebührensystem beibehalten werden kann, soll die Verwaltung prüfen, ob eine Reduzierung oder ein Erlass der Standgebühren an den ?Münsterpass? gekoppelt werden kann.

 

c. Anmeldeverfahren: Die inzwischen erfolgte Ergänzung der Internet-Anmeldung durch eine schriftliche Möglichkeit wird begrüßt. Dennoch sollte an einer weiteren nutzerfreundlichen Verbesserung gearbeitet werden. Ziel sollte es sein, grundsätzlich allen Interessenten - so auch denjenigen, die nicht über einen Internetzugang verfügen - eine Anmeldung zu ermöglichen. Zu prüfen ist auch eine Vergabe der Standplätze nach dem Zufalls- bzw. Losprinzip um die Unstimmigkeiten und technischen Schwierigkeiten bei der bisherigen Vergabe nach dem Windhundprinzip zu vermeiden.

 

d. Flächen: Es ist zu prüfen, inwieweit weitere Teile der Promenade in den Flohmarkt einbezogen und ggf. Wiesenflächen aufgegeben werden können. Möglicherweise können zusätzliche Promenadenflächen angeboten werden. Zu prüfen ist, ob es hier einen anmeldefreien Bereich geben kann, für den es allerdings in der Gebührenfrage keine Ausnahmeregelung geben soll.

 

e. Bürgerbeteiligung: Die beteiligten Einrichtungen der Stadt werden gebeten, zur Vorbereitung neuer Spielregeln für 2011 das Gespräch mit der Bürgerschaft bzw. den Beschickern zu suchen. Dabei sollte auch die Bürgerinitiative ?Rettet den Promenadenflohmarkt? einbezogen werden. Möglicherweise sind auch re-gelmäßige Gesprächsrunden sinnvoll, um zu einem kontinuierlichen Erfah-rungsaustausch zu kommen.

 

Begründung:

 

Der Promenadenflohmarkt gehört heute zu Münster wie der Send - fünf Mal im Jahr durchgeführt mit jeweils zehntausenden Besuchern von Nah und Fern. Er ist bekannt für seine schöne Atmosphäre und die Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger, Händler zu sein, ohne dass der wirtschaftliche Aspekt zu sehr in den Vordergrund rückt. Dass dies in den letzten Jahren möglich war, ist auch der guten Arbeit der Halle Münsterland zu verdanken.

 

Allerdings sind die in diesem Jahr durchgesetzten gravierenden Veränderungen ? Nicht-duldung des Nachtflohmarkts, Internetanmeldung, Gebührenpflicht auch für nicht-kommerzielle Stände - zu Recht sehr umstritten. Zwar ist die Stadt Münster (hier vertreten insbesondere durch die Halle Münsterland als Veranstalter) zu jeder Zeit gehalten, Spielregeln zu überprüfen, um etwa die Sicherheit der Flohmarktgäste sicher zu stellen. Es muss aber dringend darauf geachtet werden, dass dabei nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird - und genau dies scheint mit einigen Neuerungen leider geschehen zu sein. Daher sollte es zu einer Überprüfung entsprechend der oben genannten Punkte kommen mit dem Ziel, auch zukünftig einen Promenadenflohmarkt mit Flair und Zugang für alle sicher zu stellen.

 

Wolfgang Heuer und Fraktion

Heinz-Dieter Sellenriek und Fraktion