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Parteitag kürt von Olberg zum SPD-Bundestagskandidaten für Münster

Noch unter dem Eindruck des britischen Referendums über den EU-Austritt versammelten sich am Donnerstagabend rund 250 Mitglieder der SPD Münster bei einem Unterbezirksparteitag in der Stadthalle Hiltrup , um ihren Kandidaten für die Bundestagswahl in der Nachfolge von Christoph Strässer aufzustellen. Am Ende setzte sich nach den Vorstellungsreden Münsters SPD-Vorsitzender Robert von Olberg mit 151 zu 73 von 230 Stimmen (65,4%) gegen den stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Thoden durch.

Noch unter dem Eindruck des britischen Referendums über den EU-Austritt versammelten sich am Donnerstagabend rund 250 Mitglieder der SPD Münster bei einem Unterbezirksparteitag in der Stadthalle Hiltrup , um ihren Kandidaten für die Bundestagswahl in der Nachfolge von Christoph Strässer aufzustellen. Münsters amtierender SPD-Bundestagsabgeordneter hatte so auch die Aufgabe mit seinem Bericht aus Berlin eine Brücke für den Abend zu bilden: "Ohne Europa, die Europäische Union, wären wir auch in Deutschland sozial und ökonomisch nicht da wo wir sind" lautete seine Botschaft zu den Brexit-Ergebnissen. "Das ist nicht nur eine Glaubwürdigkeitskrise für die EU, das ist eine Glaubwürdigkeitskrise für die Demokratie." Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada CETA müsse daher in den nationalen Parlamenten diskutiert und abgestimmt werden: "Alles andere wäre ein weiterer Schritt zur Zerstörung des Zusammenhalts in Europa." Im Hinblick auf 2017 gab er sich kämpferisch: "Umfrageergebnisse sind noch lange nicht das Ende der Fahnenstange." Mit den geplanten Novellen zum Teilhabegesetz, zum Sexualstrafrecht und mit der EInführung des Mindestlohns wies er auf erfolgreiche vorangetriebene sozialdemokratische Projekte der Bundesregierung hin.

 

Letztlich stand dann für den Parteitag die Kandidatenkür an, welche die SPD intensiv vorbereitet hatte: Drei zentral organisierte Stadtteilkonferenzen, viele Einzelgespräche und Ortsvereinsbesuche. Am Ende setzte sich nach den Vorstellungsreden Münsters SPD-Vorsitzender Robert von Olberg mit 151 zu 73 von 230 Stimmen (65,4%) gegen den stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Thoden durch. In seiner Rede hatte von Olberg besonders auf die Themen Bürgerversicherung, Steuerpolitik, Gleichstellung von Frauen und Männern sowie bezahlbaren Wohnraum abgestellt: "Ich will einen handlungsfährigen, gestaltungsfreudigen, starken Staat. EIn Staat der klar regelt, was geht und was nicht", so von Olberg zu seiner Vorstellung von einem vorsorgenden Staat. "Heute nicht zu investieren spart viel Geld, aber das kommt langfristig sehr viel teurer", warb der 27-jährige Sozialdemorkat für Investitionen in die Zukunft. Er wolle dafür Anwalt und eine starke Stimme Münsters in Berlin sein. Nach Feststellung des Ergebnisses erklärte der neue Wahlkreiskandidat für 2017: "Das ist ein großer Auftrag für mich, den ich gerne annehme. Ich freue mich auf den Wahlkampf."

 

Für den Ausgang des Abends hatte Christoph Strässer schon vor der Wahl die klare Losung ausgegeben: Münsters SPD schaut selbstbewusst in Richtung des nächsten Jahres und will sowohl die zwei direkt gewonnenen Landtagswahlkreise von Svenja Schulze und Thomas Marquardt wie auch das Direktmandat für den Bundestag holen - mit Robert von Olberg an der Spitze. Und dabei kann sich von Olberg nicht nur der Unterstützung seines Vorgängers sicher sein, auch sein Konkurrent Thoden machte deutlich: "Wir kämpfen gemeinsam, wir kämpfen geschlossen."