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Neuer SPD-Fraktionschef will angespanntes Verhältnis entkrampfen

Freundlich im Ton, verbindlich im Auftreten sowie sach- und kompromissorientiert: Kaum verwunderlich, dass der neue SPD-Fraktionschef Holger Wigger nach den politischen Kapriolen der vergangenen Monaten als Erstes den Grünen die Hand ausstreckt. Ein Typ Wadenbeißer sieht eben anders aus. (WN, 17.11.)

Freundlich im Ton, verbindlich im Auftreten sowie sach- und kompromissorientiert: Kaum verwunderlich, dass der neue SPD-Fraktionschef Holger Wigger nach den politischen Kapriolen der vergangenen Monaten als Erstes den Grünen die Hand ausstreckt. Ein Typ Wadenbeißer sieht eben anders aus.

 

?Ich will das Verhältnis entkrampfen?, sagt Wigger beim ersten Pressegespräch nach seiner einstimmigen Wahl. Dazu bietet der 59-Jährige dem Grünen-Vormann Hery Klas ein persönliches Gespräch an. Einzige Voraussetzung: Respekt und Höflichkeit, so Wigger. ?Aber ich hatte in der Vergangenheit zu Hery Klas ein gutes Verhältnis - darauf baue ich.?

 

Sein Vorgänger Wolfgang Heuer, an dem die Grünen vor dessen Wahl zum Personaldezernenten bekanntlich kein gutes Haar ließen, habe große Stiefel hinterlassen. ?Er hat viel geprägt?, resümiert Wigger. Grund genug für den verheirateten Vater von zwei erwachsenen Töchtern und voraussichtlich zu Ostern dreifachen Großvater, ?einen eigenen Weg? als Fraktionsvorsitzender zu gehen. Seit 2001 kennt Wigger das Ratsgeschäft, arbeitete bis zu seiner Wahl als Bürgermeister 2009 im SPD-Fraktionsvorstand mit. Gerissen um die Heuer-Nachfolge hat er sich nicht. Und als er gefragt wurde, ?habe ich nicht sofort jubelnd Ja gesagt?. Nach mehreren Gesprächen mit seiner Frau habe er zugesagt; wohl auch in dem Wissen, dass er sich den Bitten der Genossen kaum erwehren kann. Denn der Kreis in Betracht kommender Kandidaten für den SPD-Fraktionsvorsitz schien Beobachtern eher klein.

 

Probleme durch die Doppelfunktion als Fraktionschef im Rat und repräsentierender Bürgermeister befürchtet Wigger nicht. ?Die Aufgaben lassen sich ohne Zweifel trennen.? Das sehe übrigens auch Oberbürgermeister Markus Lewe so, mit dem er vorher darüber gesprochen habe.

 

Politische Ziele? ?Wir müssen die städtische Insolvenz vermeiden?, betont Wigger. Den Umweltbereich will er im Rahmen der kommunalen Energiewende stärker für die SPD reklamieren, die Schulentwicklungsplanung erfolgreich voranbringen und die Zahl der U 3-Plätze bedarfsgerecht ausbauen.

 

Dirk Anger, westfälische Nachrichten - 17.11.11