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News

Münsters SPD-Frauen: Kinder beim Krisenmanagement nicht vergessen!

Angesichts der anhaltenden Corona-Krise sorgen sich Münsters SPD-Frauen um Kinder, Jugendliche und Familien: „Wir vermissen bei den getroffenen und geplanten Entscheidungen den Fokus auf Kinder und Jugendliche. Auch die Bedürfnisse von Familien müssen dringend mehr Beachtung finden,“ fordert Dr. Tanja Andor, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF).

Zu spät wurden nach Ansicht der Sozialdemokratin die Notbetreuung in Kitas und Schulen bei drohender Kindeswohlgefährdung geöffnet. „Gerade diese Kinder kommen aber auch jetzt kaum in den Bildungseinrichtungen an -  viel zu lange wurden auch alleinerziehenden Eltern der Zugang zur Notbetreuung verwehrt.“ unterstreicht SPD-Ratsfrau Doris Feldmann.

„Nach acht Wochen Ausnahmezustand sind die Bedürfnisse von Kindern mit den Anforderungen an berufstätige Eltern in nahezu allen Familien nicht mehr zu vereinbaren“, ist sich Tanja Andor sicher. „Wir brauchen für die Eltern, die in dieser Krise Erwerbstätigkeit, Home Schooling und Kinderbetreuung vereinbaren müssen, arbeitsrechtliche und finanzielle Unterstützungsmaßnahmen, die auch Anreize für die gleiche Verteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern setzen. Außerdem ist es wichtig, sicher zu stellen, dass psychosoziale Unterstützungsangebote auch unter erschwerten Corona-Bedingungen dort zugänglich sind, wo sie gebraucht werden. “

Für Münsters SPD-Frauen besteht kein Zweifel daran, dass angesichts der Krise Gesundheit Vorrang hat. „Das muss aber auch für die seelische Gesundheit und den Schutz von Kindern und Jugendlichen gelten“, so Andor. „Wenn über Lockerungen von Maßnahmen entschieden wird, sollte vorrangig geprüft werden, wie den Rechten der Kinder auf Schutz, Fürsorge und Spiel sowie besondere Fürsorge bei Behinderung wieder mehr Geltung verschafft werden kann. Hierbei ist besonders wichtig, die Kontaktbeschränkungen, insbesondere für Kinder unter sechs Jahren, anzupassen, Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten sowie Betreuungs- und Bildungseinrichtungen wieder zugänglich zu machen“. Die schrittweise Öffnung der Bildungseinrichtungen wird nach Ansicht von Doris Feldmann nicht nur deren Schul- und Bildungslaufbahnen sichern, sondern auch die gesunde Entwicklung, und ist auch gerade für die Jüngeren wichtig, die noch nicht so selbständig und digital lernen können: „Nicht alle Kinder und Jugendlichen werden die Einschränkungen folgenlos überstehen – und es bewegt mich sehr, dass es ausgefeilte Pläne für den Neustart der Bundesliga gibt, aber nur amateurhafte für die Bildungseinrichtungen.“

Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Dr. Tanja Andor