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News

"Münster würde Heuer wählen"

Wolfgang Heuer soll für Rot-Grün starten

 

Ein glänzendes Ergebnis für Wolfgang Heuer (SPD), Niederlage für Gerhard Joksch (Grüne): 44,8 Prozent aller Münsteraner halten Heuer für den aussichtsreicheren Oberbürgermeisterkandidaten von Rot-Grün. Gerhard Joksch landet abgeschlagen bei 5,2 Prozent. Das hat das münstersche Institut ?Krämer Marktforschung? herausgefunden, das exklusiv für die Münstersche Zeitung eine Umfrage vorgenommen hat. Das Ergebnis ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung Münsters.

 

Ein glänzendes Ergebnis für Wolfgang Heuer (SPD), Niederlage für Gerhard Joksch (Grüne): 44,8 Prozent aller Münsteraner halten Heuer für den aussichtsreicheren Oberbürgermeisterkandidaten von Rot-Grün. Gerhard Joksch landet abgeschlagen bei 5,2 Prozent. Das hat das münstersche Institut ?Krämer Marktforschung? herausgefunden, das exklusiv für die Münstersche Zeitung eine Umfrage vorgenommen hat. Das Ergebnis ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung Münsters.

 

Weil sich SPD und Grüne nicht einigen können, welcher der beiden Kandidaten populärer ist und größere Chancen hat, hatten beide Parteien ihre Kandidaten nominiert (die MZ berichtete). Eine Umfrage sollte klären, wer populärer ist. Spätestens seit heute ist nun klar: Gerhard Joksch ist fast chancenlos, den Kampf gegen den Oberbürgermeisterkandidaten der CDU Markus Lewe zu gewinnen. 32,2 Prozent aller Münsteraner dagegen räumen keinem der beiden rot-grünen Kandidaten eine Chance auf den Oberbürgermeister-Posten ein.

 

Auch Grüne zweifeln an Joksch

 

Das niedrige Ergebnis für Joksch zeigt klar: Auch viele Grüne zweifeln offenbar an der Qualität ihres Kandidaten. Anders ist die Diskrepanz zur ?Sonntagsfrage? nicht zu erklären. Wenn morgen Kommunalwahl wäre, würden 14 Prozent aller Münsteraner die Grünen wählen.

 

Sorgen sollten sich beide Kandidaten um ihre generelle Bekanntheit machen. Nur 42 Prozent aller Münsteraner können mit dem Namen ?Wolfgang Heuer? etwas anfangen. 25 Prozent haben den Namen ?Gerhard Joksch? schon einmal gehört. Da bleibt noch einiges zu tun.

 

Erstaunen beim Marktforschungsinstitut über das Ergebnis der Sonntagsfrage: CDU und SPD sind in Münster im Moment fast gleichauf, alle anderen Parteien haben an Zustimmung verloren. ?Hier sind ganz klar die noch frischen Ereignisse der Bundes-SPD eingeflossen?, erklärt Ralf Frönd von ?Krämer Marktforschung?.

 

Steinmeier und Müntefering helfen

 

Die Einigung auf Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat und Franz Müntefering als Parteivorsitzenden habe der SPD bundesweit einen kurzzeitigen, kräftigen Stimmenzuwachs gegeben, ?wenn auch nicht in der Höhe, wie er sich hier in Münster zeigt?. Deswegen seien die Ergebnisse der Sonntagsfrage nur für diese Woche gültig; in ein paar Tagen werde der Abstand zwischen CDU und SPD vermutlich wieder größer.

 

Offen ist jetzt, wie die Parteien auf dieses Ergebnis reagieren. Die nächsten Tage werden es zeigen.

 

Stefan Bergmann, Münstersche Zeitung, 13.09.08 sowie westline, 14.09.08

 

(Weitere Zahlen, Berichte und ein Kommentar zum Thema in der Wochenendausgabe der MZ.)