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Marquardt: Möglichkeiten in York-Kaserne für Flüchtlingsunterbringung erweitern

Zur Situation der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) in der York-Kaserne in Münster-Gremmendorf erklärt der Münsteraner Landtagsabgeordnete und Mitglied im NRW-Innenausschuss, Thomas Marquardt (SPD): ?Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich derzeit einer hohen Zahl an Flüchtlingen gegenüberstehen."

Zur Situation der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes (ZUE) in der York-Kaserne in Münster-Gremmendorf erklärt der Münsteraner Landtagsabgeordnete und Mitglied im NRW-Innenausschuss, Thomas Marquardt (SPD): ?Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich derzeit einer hohen Zahl an Flüchtlingen gegenüberstehen. Gegenwärtig treffen wöchentlich mehr als 7.000 Flüchtlinge ein, die vorübergehend in Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes untergebracht werden, um sie anschließend nach einem festgelegten Schlüssel an die Städte und Gemeinden in NRW zu verteilen.?

 

Die ZUE in Münster beherbergt derzeit 300 Flüchtlinge. Die kalten Jahreszeiten stehen bevor, in denen mit einem Anstieg der Flüchtlingszahlen zu rechnen ist. Der Landtagsabgeordnete fordert daher den Bund, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die Bundeswehr dazu auf, sich stärker als bisher an der Unterbringung von Flüchtlingen zu beteiligen.

 

?Wir müssen für die steigenden Flüchtlingszahlen in Münster gewappnet sein und mehr Optionen für die Unterbringung von Flüchtlingen prüfen. Ich fordere die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben dazu auf, weitere Liegenschaften innerhalb der ehemaligen britischen Kaserne für diese Zwecke freizugeben und zusammen mit der Bundeswehr eine mögliche Unterbringung von Flüchtlingen in weiteren Gebäuden in Münster zu prüfen. Freistehende Gebäude in den Kasernen eignen sich gut für die Unterbringung von Flüchtlingen. Hier hat die Bundeswehr Anfang der 90er Jahre nach Öffnung der innerdeutschen Grenze eine historische Leistung bei der Aufnahme von vielen Tausend Übersiedlern aus der ehemaligen DDR vollbracht. Warum soll das im Jahr 2015 nicht auch für Flüchtlinge aus Syrien möglich sein? Natürlich muss jede Erweiterung für das Stadtgebiet sozialverträglich gestaltet sein und die Bevölkerung von den verantwortlichen Entscheidungsträgern in Münster umfassend informiert werden.?

 

Die bisherigen Erfahrungen in der York-Kaserne zeigen, dass Flüchtlinge unterschiedlichster Herkunft hier gerne und freundschaftlich zusammenleben. Das bestätigt auch Dirk Winter, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V. (ASB RV Münster) in einem Gespräch in dem ehemaligen Casino der York-Kaserne, die nun als Essenausgabe dient.