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Kyrill-Schäden: Qualität vor Schnelligkeit

"Bei der Wiederaufforstung in Münster darf es nicht um Schnelligkeit gehen, sondern um Qualität", so das Fazit des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Ratsfraktion, Holger Wigger, nach einer Besichtigung der Sturmschäden durch das Orkantief ?Kyrill?.

SPD informiert sich über Wiederaufforstungspläne nach "Kyrill"

 

"Bei der Wiederaufforstung in Münster darf es nicht um Schnelligkeit gehen, sondern um Qualität", so das Fazit des umweltpolitischen Sprechers der SPD-Ratsfraktion, Holger Wigger, nach einer Besichtigung der Sturmschäden durch das Orkantief ?Kyrill?. In ihrer Reihe "SPD vor Ort" besuchten die SPD-Ratsfraktion und die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Svenja Schulze unter fachkundiger Führung diejenigen Stellen rund um das Schloss, das alte Zoo-Gelände und die Weseler Straße, die von den Verwüstungen durch den Sturm am heftigsten betroffen sind.

 

Die Schäden dort sind immens. Die Aufräumarbeiten und Zwangsrodungen, die zur Beseitigung von Gefahrenstellen erforderlich gewesen waren, würden den Blick auf Naturbrachen freilegen, so Holger Wigger. Allein in dem kleinen Lärmschutz-Wäldchen an der Weseler Straße gegenüber Park Sentmaring seien 300 Bäume gefallen. Holger Wigger: ?Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden insbesondere die Promenade vor dem Schloss, wo über 100 Linden gefällt werden mussten, wie eine offene Wunde im Stadtbild. Es wäre jedoch falsch, so der SPD-Umweltexperte weiter, zu früh mit den Neuanpflanzungen zu beginnen. Hintergrund: Um den jungen Bäumen optimale Startbedingungen zu verschaffen, eignet sich vielmehr der Herbst als Pflanzzeit, da im Winter die Wurzeln am stärksten austreiben und so viel besseren Halt im Erdreich finden. Holger Wigger erachtet es dennoch als sinnvoll, die notwendigen Baumbestände bereits jetzt antizyklisch anzukaufen, so dass die erforderlichen finanziellen Aufwendungen nicht zusätzlich saisonbedingt steigen.

 

Ein besonderer Schadensschwerpunkt, der von der Bevölkerung weniger wahrgenommen wird, ist der Park um Haus Sentmaring. Auf dieser Höhe der Weseler Straße fielen beidseitig gut 400 Bäume dem Orkan zum Opfer. Eine riesige Herausforderung für die Stadt ? auch finanziell. Die SPD sieht deshalb auch die nordrhein-westfälische Landesregierung in der Pflicht. Svenja Schulze: "Nach neun Wochen Winterschlaf ist die schwarz-gelbe Landesregierung endlich aufgewacht und hat sich den Orkanschäden gestellt. Noch vor einer Woche hatte CDU-Minister Uhlenberg die Aktivitäten und Hilfen für ausreichend erklärt. Nun musste die Regierung Rüttgers dem Druck von Waldbesitzern, Kommunen, Gewerkschaften und Opposition nachgeben und hat endlich ein Programm zur Behebung der Waldschäden vorgelegt." Nach Auskunft der SPD-Landtagsabgeordneten stehen dafür insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Holger Wigger: ?Die Stadtverwaltung ist nun aufgefordert, sich im Interesse Münsters um Mittel aus diesem Topf zu bemühen.?