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Kreative Ideen statt Kopftuchstreit

Integration: SPD fordert mehr Dialog

Münstersche Zeitung 14.11.2007

 

Nicht immer nur über Probleme reden, sondern die Potenziale stärken: Das ist nach Ansicht der SPD der Schlüssel zu einer besseren Integration von Migranten. Münster könne auf diesem Feld besser werden, sagen die Kulturpolitikerinnen Beate Vilhjalmsson und Renate Weidenfeller. Darum soll die Stadt den Dialog der Kulturen als "zentrales Handlungsfeld der Integrationsarbeit" festschreiben.

Integration: SPD fordert mehr Dialog

 

Nicht immer nur über Probleme reden, sondern die Potenziale stärken: Das ist nach Ansicht der SPD der Schlüssel zu einer besseren Integration von Migranten. Münster könne auf diesem Feld besser werden, sagen die Kulturpolitikerinnen Beate Vilhjalmsson und Renate Weidenfeller. Darum soll die Stadt den Dialog der Kulturen als "zentrales Handlungsfeld der Integrationsarbeit" festschreiben.

 

Einen entsprechenden Antrag will die SPD-Fraktion am 21. November in den Rat einbringen - als Beitrag zum "Leitbild Migration und Integration", das derzeit erarbeitet wird. "Interkultur muss eine Querschnittsaufgabe werden", fordert Vilhjalmsson. Bisher werde der Austausch zwischen den Kulturen nicht genug gefördert: "Die Diskussion dreht sich noch viel zu sehr um Arbeitslosigkeit und Kopftücher."

 

Das bedeute aber nicht, dass Münster große defizite habe: "Schulen, Vereine und Initiativen machen unendlich viel", lobt weidenfeller. Es fehle aber an Vernetzung. Die könne zum Beispiel eine Koordinierungsstelle übernehmen. Eine türkische Präsenzbibliothek in der Stadtbücherei, ein kommunales "Dokumentationszentrum Migration": Die Ideenliste ist lang und darf noch länger werden.

 

Zunächst möchte die SPD aber von der Stadtverwaltung wissen, welche interkulturellen Projekte und Potenziale es in Münster gibt und was ihre Aufwertung kosten würde. "Dass bessere Integration nicht umsonst zu haben ist, wissen wir", sagt Vilhjalmsson, spricht aber auch von "immensen Chancen für die Stadtgesellschaft".

 

 

Jörg Gierse - Münstersche Zeitung, 14.11.2007