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Konzert auf der Herrentoilette - für die Kultur- und Kongresshalle

Mit einem Konzert auf der öffentlichen Toilette unter dem Domplatz hat sich der SPD-Ortsverein Mauritz-Erpho am Samstag Nachmittag für den Bau einer Konzert- und Kongresshalle auf dem Hindenburgplatz ausgesprochen.

Mit einem Konzert auf der öffentlichen Toilette unter dem Domplatz hat sich der SPD-Ortsverein Mauritz-Erpho am Samstag Nachmittag für den Bau einer Konzert- und Kongresshalle auf dem Hindenburgplatz ausgesprochen.

 

Sinn und Zweck des musikalisch-politischen Events der SPD war es, sich kritisch mit ?oberflächlichen Parolen und populistischen Phrasen? der Hallengegner auseinander zu setzen. Auf einer eigens für das Event entworfenen Postkarte, die Musiker beim musizieren auf einer Toilette zeigt, heißt es ?Grüne Musikförderung?. Nicht weniger deutlich die Rückseite, dort lautet die Parole: ? ? wäre es 1954 nach Heri Klas, Maria Klein-Schmeink und Tim Rohleder gegangen, hätte Münster heute nur Kleinkunst, aber kein Stadttheater.?

 

Nach den Worten von Ortsvereinschef Karsten Rahn sind diese Worte nicht ?bierernst? gemeint. ?Wir wollten mit dieser Parole provozieren und die Münsteranerinnen und Münsteraner ?augenzwinkernd? darauf hinweisen, dass die Debatte um die Halle zu oft durch flache und polemische Parolen geprägt ist, und es sich lohnt vor dem Urnengang am 27.04. noch einmal damit auseinanderzusetzen, welche ?Argumente? bereits widerlegt wurden.?

 

Drei falsche Behauptungen der Hallengegner nannte der SPD-Politiker in seiner Rede gleich selbst: Der Send könne nicht auf dem Hindenburgplatz bleiben, die Sicht auf das Schloss werde durch den Neubau versperrt und die Halle werde für die ?oberen Zehntausend? gebaut, die ?einfachen? Münsteranerinnen und Münsteraner könnten hingegen nicht profitieren. Behauptung eins und drei seien durch den Ratsbeschluss entkräftet, so Rahn, dort sei auf Drängen der SPD ausdrücklich fixiert worden, dass der Send bleiben könne wo er ist. Außerdem sei festgeschrieben, dass die Stadt die Halle an fünfzig Abenden pro Jahr anmieten müsse und dafür zu sorgen habe, dass auch die vielen Orchester und Chöre der Stadt sowie Musikschulen und Schulen in der Halle auftreten könnten. Außerdem würden für jede Veranstaltung 100 Tickets zu 5 Euro zur Verfügung gestellt werden. Was die Sichtachse angehe, so bleibe diese bei den beiden gegenwärtig favorisierten Standorten im nördlichen oder südlichen Teil des Platzes völlig unangetastet, so Rahn.

 

Passend zum Ziel der Veranstaltung wurde der Titel des Musikstücks gewählt: ?Wacht auf!? von Richard Wagner.