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Kanalausbau: Verdoppelung der Bauzeit auf zehn Jahre stoppen

?Solange der Bund das Geld für einen vernünftig durchgeführten Kanalausbau nicht zur Verfügung stellt, sollte nicht gebaut werden. Erst wenn eine akzeptable Abwicklung der Großbaustelle garantiert ist, kann man weiterreden.? Der Chef der SPD-Ratsfraktion und Vorsitzende des städtischen Planungsausschuss, Wolfgang Heuer (SPD), redet Tacheles zu den bekannt gewordenen Verzögerungsabsichten des Bundes beim Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals in Münster.

 

?Solange der Bund das Geld für einen vernünftig durchgeführten Kanalausbau nicht zur Verfügung stellt, sollte nicht gebaut werden. Erst wenn eine akzeptable Abwicklung der Großbaustelle garantiert ist, kann man weiterreden.? Der Chef der SPD-Ratsfraktion und Vorsitzende des städtischen Planungsausschuss, Wolfgang Heuer (SPD), redet Tacheles zu den bekannt gewordenen Verzögerungsabsichten des Bundes beim Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals in Münster.

 

Nach Auffassung von Heuer gleicht der Ausbau der Stadtstrecke einem Jahrhundertbauwerk, durch das viele Anwohner und benachbarte Wohnviertel massiv beeinträchtigt werden. Daher sei ein Höchstmaß an Optimierung der gesamten Baumaßnahme notwendig und seinerzeit auch versprochen worden. Wolfgang Heuer: ?Das betrifft auch und vor allem die Dauer der Bauarbeiten.? Da in Berlin die bislang behauptete verkehrspolitische Bedeutung des Mammutvorhabens offenbar nicht mehr gilt, wurde die Finanzierung kurzerhand ausgedünnt. Die Dauer der Baumaßnahme am Rande der Innenstadt verdoppelt sich deshalb von fünf auf zehn Jahre! ?Das Vorgehen ist mit Blick auf früher vorgetragene Argumente zum Kanalausbau schon abenteuerlich genug. Dabei die Interessen der vielen tausend Anlieger und mittelbar Betroffenen unter den Tisch fallen zu lassen, ist jedoch in keiner Weise akzeptabel.?

 

Wolfgang Heuer spricht sich deshalb dafür aus, den Kanalausbau erst nach sicher gestellter Finanzierung in Angriff zu nehmen, auch wenn das erst in einigen Jahren der Fall sein sollte. Heuer sieht gute Chancen, dass sich alle Parteien im Münsteraner Rat auf diese Linie verständigen und eine entsprechende Antwort an die Verantwortlichen beim Bund formulieren.

 

Der Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals ist Folge der milliardenschweren "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit", die u.a. den Ausbau der Ost-West-Wasserstraßen für Großschiffe vorsehen. Der Ausbau der hiesigen DEK-Stadtstrecke sollte von 2007 bis 2012 erfolgen, so die Ankündigung in 2005. In der letzten Sitzung des städtischen Planungsausschuss erklärte das zuständige Wasser- und Schiffahrtsamt Rheine, dass aus Geldmangel die Baumaßnahme von fünf auf zehn Jahre gestreckt werden müsse. Dies wurde fraktionsübergreifend scharf kritisiert.