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News Kinder, Jugend und Familie

Jung: Weiterer Vertrauensschaden abgewendet - weitere Maßnahmen müssen folgen

„Die gestern per Dringlichkeitsentscheidung vollzogene Trennung von Dr. Thomas Robbers war absolut zwingend angesichts des entstandenen Vertrauensschadens", stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Jung fest. "Ich habe deswegen die Dringlichkeitsentscheidung mit unterschrieben. Mit dieser Entscheidung sei sichergestellt, dass Bürgerinnen und Bürger weiter Vertrauen in Rat und Verwaltung haben könnten. Die Entscheidung sei zugleich eine politische Aufforderung an Oberbürgermeister und Verwaltung, jetzt auch zügig eigene interne Versäumnisse in dem Skandal umfassend aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen. "Die gestrige Entscheidung kann nur der Anfang sein, erschüttertes Vertrauen wiederherzustellen", so Jung.

"Es wird wirklich höchste Zeit, dass wir den eigentlich Geschädigten, nämlich den missbrauchten Jungen, in den Blick nehmen. Es muss aufgearbeitet werden, wieso das Jugendamt nicht viel früher zum Schutz des Jungen tätig geworden ist, sondern in öffentlichen Stellungnahmen selbst sicher ausgeschlossen hat, dass ein Fall wie in Lügde sich auch in Münster ereignen könne. Ganz offensichtlich konnte ein Täter monate- und jahrelang unterhalb des Radars des Jugendamts hier im familiären Kontext seine Verbrechen verüben", so Jung. Nun müssen die gesamte Arbeit auf den Prüfstand und insbesondere geklärt werden, wie die Kooperation von Jugendamt, Kitas und Schulen verbessert werden können und wie auch mit wirksamen rechtlichen Mitteln z. B. Kontaktsperren für verurteilte Täter durchgesetzt werden könnten. Es sei ein umfassendes Frühwarnsystem nötig, das nicht nur auf den Austausch Hauptamtlicher setze, sondern auch Gespräche mit gefährdeten Kindern in den Mittelpunkt der Arbeit stelle, so Jung. "Das Jugendamt muss in seiner Arbeit viel näher an die Kinder und Jugendlichen heran und Konzepte entwickeln, wie Missbrauch schon im Ansatz verhindert werden kann." Es brauche jetzt auch ein wirksames Sofortmaßnahmenprogramm zum Schutz von Kindern vor pädophilen Tätern, so Jung. Hier sei auch der Oberbürgermeister gefordert, damit auch durch eine überzeugende Reform wieder Vertrauen in die Arbeit hergestellt werden könne. 

Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Jung