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News Kinder, Jugend und Familie

Jung: "Fehlende Bereitschaft zur Selbstkritik macht große Sorgen"

"Es macht mir große Sorgen, dass die Spitze des Jugendamts so wenig Bereitschaft zeigt, die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen", kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Jung die öffentlichen Erklärungen der Amtsleitung unter anderem im Fachausschuss. "Schon nach dem verheerenden Fall in Lügde haben andere Städte Maßnahmenprogramme vorgelegt, wie die eigene Arbeit zum Schutz von Kindern verbessert werden soll, während man sich in Münster seiner Verfahrenskonzepte sicher war", so Jung. "Das Kind und der Täter sind in Münster offenbar unter dem Radar geblieben, mit dem Kind hat nie jemand gesprochen - dieser Umstand alleine muss schon dazu führen, die Dinge jetzt auf den Prüfstand zu stellen und zu überlegen, wie das Amt in direkten Kontakt mit den gefährdeten Kindern kommen kann!", so Jung.

Und es sei die falsche Haltung, jetzt nicht auch Selbstkritik zu üben und an Konzepten für Verbesserungen zu arbeiten. Es sei auch ein Problem, wenn Teile der Politik, vor allem die Grünen, ihre Aufgabe nur in der Verteidigung der Arbeit des Amtes sähen, anstatt eine Diskussion über nötige Verbesserungen zu beginnen. "Es braucht ein Handlungskonzept mit klaren Veränderungen, das nicht mehr nur den Austausch von Hauptamtlichen, sondern auch den Kontakt mit gefährdeten Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt", so Jung. Die Diskussion müssen in den Blick nehmen, dass nicht nur im Jugendamt Profis säßen, sondern auch die pädokriminellen Täter immer professioneller vorgingen, wie im vorliegenden Fall. "Im Interesse der Kinder müssen wir besser werden und die Diskussion, wie das gehen kann, darf nicht verweigert werden", so Jung. 

Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Jung