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Heuer für konzertierte Aktion nach City-Pleiten

Als Konsequenz aus der Pleitewelle bei den Modehäusern in Münsters Innenstadt spricht sich SPD-Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer für eine abgestimmte Strategie von Stadt, IHK, Kaufleuten und Arbeitsagentur aus und benennt vier Handlungsfelder.

Als Konsequenz aus der Pleitewelle bei den Modehäusern in Münsters Innenstadt spricht sich SPD-Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer für eine abgestimmte Strategie von Stadt, Industrie- und Handelskammer, Kaufleuten und Arbeitsagentur aus. Konkret sieht Heuer vier Handlungsfelder, auf denen vor allem den von Arbeitsplatzverlust Betroffenen geholfen werden kann:

 

1. Sozialplan: Es sei nun vorrangige Aufgabe der Tarifvertragsparteien, auch für die von Entlassung bedrohten Beschäftigten bei SinnLeffers einen Sozialplan zu vereinbaren. Hiermit sollten im Zuge der Standortaufgabe die finanziellen Nachteile für die Beschäftigten gemildert werden. Heuer: "Einem Sozialplan kommt die Wirkung einer Betriebsvereinbarung zu und zielt vor allem auf die Zahlung von Abfindungen."

 

2. Stellenbörse City: Um den Beschäftigten der vier insolventen Modehäuser eine bessere Chance auf einen neuen Arbeitsplatz zu eröffnen, sollten nach Auffassung von Heuer Wirtschaftsförderung, Handelskammer, City-Kaufleute und Arbeitsagentur prüfen, ob eine gesonderte und zeitlich befristete "Stellenbörse City" für die betroffenen Mitarbeiter Sinn macht. Heuer: "Die hohe Zahl der arbeitslosen Fachkräfte aus der Textilbranche legt auch vor dem Hintergrund der absehbaren Eröffnung mehrerer neuer Häuser an der Stubengasse nahe, unkonventionelle Wege zu gehen. Hier sollten sich alle Entscheider an einen Tisch setzen und Maßnahmen besprechen, wie auf direktem Wege geholfen werden kann."

 

3. Schwerpunkt Qualifizierung: Dort, wo eine Weitervermittlung auf freie Arbeitsplätze nicht zu realisieren sei, müsse u.a. auf die Weiterqualifizierung der Betroffenen gesetzt werden. Zu den möglichen Instrumenten zählt Heuer auch die Bildung von Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften, wie sie beim insolventen Modehaus Wehmeyer im Gespräch ist. Heuer: "In der Frage der Qualifizierung ist vor allem die Arbeitsagentur gefragt, die den Beschäftigten so rasch wie nur möglich alle Opitionen aufzeigen sollte." Und auch hier ist nach Meinung Heuers eine enge Abstimmung mit städtischer Wirtschaftsförderung und IHK sinnvoll.

 

4. Einsatz für neue Geschäfte: Insbesondere die Wirtschaftsförderung ist nach Einschätzung Heuers nun gefragt, die Ärmel für die Ansiedlung neuer Geschäfte in den demnächst leer stehenden Ladenlokalen aufzukrempeln. "Es ist schon bitter genug, dass wir die Pleiten nicht aufhalten konnten. Nun muss die Kraft auf neue dauerhafte Arbeitsplätze in der City konzentriert werden," fordert Wolfgang Heuer. Sollte die Wirtschaftsförderung für dieses Handlungsfeld mehr Mittel benötigen, "so ist ein politischer Konsens sicher schnell herstellbar."

 

Heuer verweist darauf, dass sowohl Wehmeyer als auch SinnLeffers als ehemalige Karstadt-/Quelle-Töchter in jüngster Zeit an Finanzgesellschaften (Schottenstein-Gruppe/USA sowie Deutsche Industrie-Holding) verkauft worden waren. Heuer: "Nachhaltige Unternehmenskonzepte wurden offenbar nicht entwickelt."

 

Abschließend warnt Wolfgang Heuer davor, den Standort Münster schlecht zu reden: "Was wir sehen ist, dass Münsters City für manche Handelsmodelle im Textilbereich offenbar ein zu teures Pflaster ist, die Mieten nicht zu erwirtschaften sind. Gleichzeitig wollen immer wieder neue Geschäfte zu uns: Letzteres ist ein gutes Zeichen. Ziel muss es weiterhin sein, möglichst viel Kaufkraft im Oberzentrum Münster zu binden. Und gleichzeitig für alle Münsteraner ein gutes und ausgewogenes Sortiment anzubieten."

 

www.wolfgang-heuer.ms