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Gleichstellung News

Geschlechtergerechte Sprache soll keinen Menschen ausschließen

"Zur Ablehnung des Gendersterns gibt es keine Entscheidung, sondern bisher lediglich einen Vorschlag der Verwaltung", nimmt Anne Schulze Wintzler, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Stellung zu den Presseberichten über die Verwendung des Gendersterns. Die SPD hat beantragt, dass die Stadt Münster bei sämtlichem Schriftverkehr eine Formulierung verwendet, die alle Geschlechter anspricht. Wenn dies nicht möglich ist, soll dieses durch die Verwendung des Gendersterns sichergestellt werden. "Transsexuelle, Transgender und intersexuelle Personen werden so nicht mehr unsichtbar gemacht und diskriminiert", zitiert Schulze Wintzler sogar den Bundesvorstand der Grünen, die - wie auch die SPD - seit Jahren den Genderstern verwenden.

"Ganz wichtig: Er wird nur verwendet, wenn es keine alternative Formulierung gibt", betont die SPD-Gleichstellungspolitikerin. "Und Alternativen gibt es fast immer, so dass niemand Sorge vor schwer lesbaren Texten haben muss." Dies zeigten auch aktuelle Beispiele von Medien, die - fast unbemerkt - konsequent auf geschlechtsneutrale Sprache umgestellt hätten. 

"Die amtliche Rechtschreibung verändert sich immer erst, wenn die Praxis sich bereits geändert hat. Darauf hat auch der Rat für deutsche Rechtschreibung in seiner Stellungnahme zum Genderstern hingewiesen und hat dabei ausdrücklich eine angemessene sprachliche Bezeichnung im Sinne der Genderneutralität unterstützt", macht Schulze Wintzler deutlich. "Münster kann also Vorreiterin bei der Einführung einer fairen Schriftsprache sein."

Gleichstellungspolitikerin Anne Schulze Wintzler