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„Dringender Handlungsbedarf auch in Münster“ Münsters SPD-Frauen diskutieren über Situation geflüchteter Frauen

Gemeinsam mit Alena Wistuba und Paula Dubbert von der Seebrücke, der Landtagsabgeordneten Lisa Kapteinat, Ratsfrau Doris Feldmann und mehr als 40 Gästen beleuchteten Münsters SPD-Frauen im Rahmen eines Online-Austausches die Situation geflüchteter Frauen. Sehr bewegend und aus der Sicht betroffener Frauen berichteten die Vertreterinnen der Seebrücke von teils traumatischen Fluchterfahrungen...

Der Problemaufriss, den Lisa Kapteinat gab, war deutlich: „Die Situation im Mittelmeerraum, zuletzt auch leider deutlich geworden auf den griechischen Inseln, ist untragbar. In den meisten Fällen sind es auch vor allem die Frauen und Kinder, die unter der Krise mit am stärksten leiden. Als Gesellschaft müssen wir weiter an Lösungen arbeiten, wie diesen Menschen geholfen werden kann. Die Initiative „Sicherer Hafen“ leistet dabei einen großartigen Beitrag. Es macht mich froh zu sehen, wenn Gemeinde, Städte und Kommunen sich auf diese Weise mit geflüchteten Menschen solidarisieren. Aber auch als Land NRW müssen wir geeignete Bedingungen schaffen.“ 

„In Münster haben wir schon seit 2000/2001 mit dem dezentralen Unterbringungskonzept Strukturen, um die uns andere Kommunen beneiden. Hinzu kommt ein enorm großes ehrenamtliches Engagement“, fokussierte Doris Feldmann auf die Situation vor Ort. Der Handlungsbedarf ist aber auch in Münster nach Überzeugung der Sozialdemokratin groß: „Frauen mit Kindern brauchen verlässliche Betreuungsangebote, um an Sprach- und Integrationskursen teilzunehmen. Die Türen unserer Bildungseinrichtungen müssen für alle Kinder gleich weit geöffnet sein. Und eine Friedensstadt darf es nicht zulassen, dass Familien mit Kindern nachts abgeschoben werden - auch hier in Münster müssen wir an vielen Stellen mutig hinsehen.“ 

Das gilt aktuell – da waren sich alle Beteiligten einig – ganz besonders für die in Münster verortete Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW. „Es gibt hier ganz offensichtlich einen dringenden Aufklärungs- und Handlungsbedarf. Die entsetzlichen Vorwürfe müssen konsequent aufgeklärt werden und grundsätzlich schnellstmöglich für Unterkünfte gesorgt werden, die Sicherheit, soziale Teilhabe und Integration bieten“, unterstrich Tanja Andor, Vorsitzende der SPD-Frauen.

Ratsfrau Doris Feldmann