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News

Dreieinhalb Wochen vor dem Wahltermin: OB-Kandidat Heuer verspürt Rückenwind für sich und seine Partei

?Heuer und Flamme": So prangte es, in dicken roten Lettern nachlesbar, auf jenem Bulli, in dem die Jungsozialisten am Donnerstagmorgen zum offiziellen Pressetermin mit ihrem Spitzenmann im Ortsteil Kinderhaus vorfuhren. Das Stichwort für den OB-Kandidaten der SPD, um den Einsatz der Jusos mit warmen Worten zu würdigen: ?Einfach super, welches Engagement die zeigen.?

?Heuer und Flamme": So prangte es, in dicken roten Lettern nachlesbar, auf jenem Bulli, in dem die Jungsozialisten am Donnerstagmorgen zum offiziellen Pressetermin mit ihrem Spitzenmann im Ortsteil Kinderhaus vorfuhren. Das Stichwort für den OB-Kandidaten der SPD, um den Einsatz der Jusos mit warmen Worten zu würdigen: ?Einfach super, welches Engagement die zeigen.?

 

Rund zwanzig Aktivisten - hauptsächlich Schüler und Studenten - begleiten ihn gegenwärtig auf Schritt und Tritt. "Sowieso?, bilanzierte er, "wir registrieren innerhalb der Bevölkerung großes Interesse, große Aufmerksamkeit, an tatkräftiger Unterstützung mangelt es uns auch nicht.? Im Gegenteil: Erstmals könnten Riesen-Plakate in der Stadt aufgestellt werden, eine markante Hauswand stünde jetzt mitten in der City ebenfalls als Werbeplattform zur Verfügung ? ganz abgesehen von den ?positiven Rückmeldungen?, die ihn im Gespräch mit den Bürgern erreichen würden.

 

"Wohlfühlprogramm" der CDU

 

?Bezogen auf Münster?, zeigte sich der 46-Jährige zu Beginn der heißen Wahlkampfphase optimistisch, ?kann ich den bundesweiten Trend überhaupt nicht bestätigen ? wir verzeichnen sehr viel Zuspruch.? Die Menschen, suchte der Marketing-Fachmann nach Gründen für das starke öffentliche Echo, erwarteten überzeugende Argumente: ?Eben diesen Anspruch versuchen wir einzulösen.?

 

Deutlicher ging Dr. Michael Jung, der stellvertretende Unterbezirks-Vorsitzende, mit dem politischen Gegner ins Gericht: Die CDU, betonte der Pädagoge, drücke sich vor ?klaren Aussagen? herum, stattdessen verkaufe Kontrahent Markus Lewe ein eher konturloses ?Wohlfühlprogramm?. Zudem sei es nicht nachvollziehbar, warum die Union, die immerhin in Stadt und Land regiere, ausgerechnet jetzt glaube eine Sicherheitsdebatte lostreten zu müssen, indem sie Polizeipräsident Hubert Wimber attackiere ? die Anspielung darauf, dass unlängst kritisiert worden war, dessen Beamte erzielten zu niedrige Aufklärungsquoten.

 

Bildungsinvestitionen

 

Und dass Lewe trotz des angespannten kommunalen Etats garantiere, bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode keine Erhöhung der Gewerbesteuer vornehmen zu wollen, das nannten die Gegenspieler reichlich ?unseriös?. Gewiss - momentan sei eine Aufstockung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Großwetterlage inakzeptabel, doch für die nächsten Jahre ließe sich ein solcher Schritt nicht vollends ausschließen.

 

Damit war Heuer bei den eigenen Schwerpunkten angekommen, die fortan intensiv per Plakat beworben werden sollen: Für die Genossen stehen Bildungsinvestitionen vor Straßenerneuerungen, darüber hinaus will man sukzessive das beitragsfreie Kita-Jahr verwirklichen.

 

Landes- und Bundesprominenz

 

Ein weiteres Vorhaben, das es zu fördern gelte: die neue Schwimmhalle im Südviertel. Nach Ansicht des Bewerbers um das höchste Rathaus-Amt müssen bei diesem Projekt die Stadt, deren Töchterfirmen, die Wirtschaft sowie die Bürgerschaft eng miteinander kooperieren, um das Bad wieder aufzubauen. Anders als bei der jüngst unterbreiteten Lewe-Variante zu dem Thema ? das Duo Heuer/Jung bezeichnete dessen Investoren-Modell als ?Augenwischerei? - sei die Planung bei einem ?derart wichtigen Anliegen? umso sorgfältiger anzulegen. Dass keine 40 Millionen Euro für ein Kohlekraftwerk in Hamm ausgegeben, sondern im Verbund mit dem angedachten grünen Koalitionspartner die Gelder lieber in erneuerbare Energien gesteckt werden, unterstrichen die Zwei mit ähnlicher Vehemenz.

 

Bekannte VIPs aus den eigenen Reihen sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit: Am 28. August ist NRW-Chefin Hannelore Kraft bei einer Veranstaltung an den Aasee-Terrassen zu Gast, einen Tag später kommt der Bundesvorsitzende Franz Müntefering zum Südpark-Fest.

 

Wolfgang Halberscheidt - echo-muenster.de, 06.08.09