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News Verkehr

Der SPNV in Münster braucht einen neuen Schub

Wir beobachten, dass in diesem Bereich seit Jahren nichts vorangeht – außer Schlagworten („S-Bahn Münsterland Konzept) und Absichtserklärungen (Resolution des Rates im letzten Herbst). Beispiele für den Stillstand sind der immer noch auf Eis liegende Ausbau der Strecke Münster – Dortmund, die auf 2025 verschobene Reaktivierung der Strecke Münster – Sendenhorst, die im Übrigen eine Erweiterung des Hbf Münster erfordert mit einer Verlängerung im Bahnsteigbereich und im Gleisvorfeld.

Fehlende Anbindung der Außenstadtteile

Dazu kommt die weitestgehende Nichtbeachtung der Haltepunkte im Außenstadtbereich. Hier weisen wir insbesondere auf die Bahnhöfe Amelsbüren und Albachten hin. Wichtig für die Erreichbarkeit ist ein barrierefreier Zugang (Höhe der Bahnsteige, Rampen bzw. Aufzüge). Für den Ausbau des Bahnhofs Amelsbüren stehen zwar Gelder bereit, die allerdings auf Eis liegen, solange die Lünener Strecke ruht. Im Falle von Albachten gibt es eine Priorität 1, es soll mit der Vorplanung im nächsten Jahr begonnen werden. Auf die Nachfrage unserer Vertreterin Frau Hagemann in der letzten Vollversammlung im ZVM, was das für eine mögliche Realisierung des Projekts bedeute, konnte kein Zeitfenster genannt werden – es werde jedenfalls noch lange dauern.

Taktung der Regionalbahnen ist unbefriedigend

Dies lässt sich exemplarisch am Beispiel Albachten verdeutlichen: Gegen die Aufgabe des Halbstundentakts in Albachten auf Initiative der SPD sogar eine Unterschriftenaktion gegeben – bislang ohne Erfolg. Dabei gibt es beim Verkehrsamt Statistiken darüber, dass ein regelmäßiger Halbstundentakt die Zahl der Zugfahrenden überproportional steigen lässt.

Auch auf der Strecke Münster – Coesfeld sieht es nicht besser aus: Wegen fehlender Geldmittel hat der NWL gerade erst mitteilen müssen, dass die Taktung zu verkehrsdichten Zeiten zurückgefahren wird.

Bahn-Anbindung muss verlässlich sein

Wenn man will, dass SPNV intensiv genutzt wird, ist es ungemein wichtig, dass die Bevölkerung weiß, dass der Zug regelmäßig und natürlich auch oft verkehrt – sonst wird in den Außenstadtteilen das Auto benutzt, um in die Stadt zu kommen. Ein unsäglicher Anachronismus, da ja die großen Neubaugebiete in den Außenstadtteilen entstehen und dadurch noch mehr motorisierter Individualverkehr in der Innenstadt zu erwarten ist: Klimaneutralität 2030 kann damit nicht erreicht werden.

Münsterland-S-Bahn kommt kaum voran

Nach wie vor gibt es für die Realisierung der S-Bahn Münsterland keinerlei finanzielle Mittel, ein Projektleiter soll erst jetzt vom NWL benannt werden. Darüber hinaus soll sich der NWL nun auch noch um das S-Bahn-Konzept von OWL kümmern; dass sich diese beiden Aufträge im Fortschritt bremsen, ist ohne Zweifel. Unsere Priorität muss aber im Münsterland liegen.

Das bedeutet, dass die Stadt Münster ihre Interessen im Bereich SPNV stärker, professioneller und mit mehr finanziellen Mitteln einbringen muss.