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News

Callcenter-Verlagerung: Unbefriedigende Antwort der Telekom

Wolfgang Heuer sieht bei gemeinsamem Vorgehen noch Chancen für Erhalt

 

?Wir werden die beabsichtigte Schließung des Telekom-Callcenters in Münster nicht so einfach hinnehmen.? Enttäuscht, aber kämpferisch reagiert SPD-Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer auf den Antwortbrief der Telekomführung auf sein Schreiben, in dem Heuer sich für den Erhalt des Callcenter-Standortes Münster mit rund 130 Beschäftigten eingesetzt hatte.

Wolfgang Heuer sieht bei gemeinsamem Vorgehen noch Chancen für Erhalt

 

?Wir werden die beabsichtigte Schließung des Telekom-Callcenters in Münster nicht so einfach hinnehmen.? Enttäuscht, aber kämpferisch reagiert SPD-Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Heuer auf den Antwortbrief der Telekomführung auf sein Schreiben, in dem Heuer sich für den Erhalt des Callcenter-Standortes Münster mit rund 130 Beschäftigten eingesetzt hatte.

 

Für den SPD-Oberbürgermeisterkandidaten ist es auch nach Lektüre des Schreibens von Thomas Berlemann, Vorsitzender der Telekom Kundenservice GmBH, nicht nachvollziehbar, warum das Unternehmen seine Callcenter in 39 Städten komplett schließen will und damit vielen Mitarbeitern die Anreise zum Arbeitsplatz erschwert bis unmöglich macht. ?Das ist ein unsoziales Kahlschlagskonzept und unanständig für ein Unternehmen, das zu knapp einem Drittel dem Bund bzw. der bundeseigenen KfW-Bank gehört?, so Wolfgang Heuer. Besonders betroffen seien die vielen Alleinerziehenden und Teilzeitbeschäftigten mit Kindern, denen gerade die zeitreduzierte Beschäftigung im Callcenter entgegenkomme, die aber wiederum lange Wegezeiten zum Arbeitsplatz nur schwer in Kauf nehmen könnten. Zudem gäbe es Studien, die nachweisen würden, dass die Größe der Callcenter keine wesentliche Rolle dabei spielt, ob es wirtschaftlich arbeitet oder nicht. Das würde auch der Branchenverband ?CallCenter? so sehen.

 

Wolfgang Heuer kündigt für seine Partei an, aktiv gegen die Entscheidung der Telekom einzutreten. Zurzeit sei eine gemeinsame Aktion mit dem ver.di-Landesverband Nordrhein-Westfalen und den Beschäftigten sowie dem Betriebsrat des Callcenters geplant. Wolfgang Heuer: ?Wichtig ist, dass sich die Callcenter-Standorte jetzt nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wenn die Interessenvertreter der Mitarbeiter, die Politik und die gesellschaftlich verantwortlichen Institutionen gemeinsam vorgehen, sehe ich noch eine Möglichkeit, den Telekom-Vorstand von seinem Vorhaben abzubringen.?

 

Als positives Zeichen wertet Wolfgang Heuer die erfolgreich gestartete Initiative des Bremer Bürgermeisters Jens Böhrnsen und des ver.di-Vorstandsmitglieds Lothar Schröder für eine Städte-Allianz gegen die Rückzugspläne der Telekom. Es sei erfreulich, dass sich die Stadt Münster nach Auskunft des Oberbürgermeisters in der jüngsten Ratssitzung inzwischen bereits dieser Aktion angeschlossen habe. Wolfgang Heuer: ?Unter Einbeziehung des Deutschen Städtetages und des Bundes sollten wir uns gemeinsam für eine Telekom einsetzen, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen: eine Telekom mit Infrastrukturverpflichtung, Präsenz in den Regionen und zufriedenen Beschäftigten.?