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Briten-Abzug: Folgen mildern, Chancen nutzen

?Mit den neuen Meldungen aus London bestätigt sich erneut: Verlässliche Zeitpläne zum Abzug der britischen Truppen gibt es nicht, da ist jederzeit mit Überraschungen zu rechnen.? SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer geht trotz dieser Einschätzung davon aus, dass die Stadt sich noch intensiver als bislang auf die weitere Entwicklung vorbereiten muss. Dazu zählen laut Heuer die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten für die York- und die Oxford-Kaserne sowie eine abgestimmte Wohnungs- und Infrastrukturpolitik in den hauptbetroffenen Stadtteilen Gremmendorf, Gievenbeck und Coerde: ?Ziel muss es sein, dass spätestens mit dem tatsächlichen Abzug ein überzeugendes Handlungskonzept vorliegt."

?Mit den neuen Meldungen aus London bestätigt sich erneut: Verlässliche Zeitpläne zum Abzug der britischen Truppen gibt es nicht, da ist jederzeit mit Überraschungen zu rechnen.? SPD-Fraktionschef Wolfgang Heuer geht trotz dieser Einschätzung davon aus, dass die Stadt sich noch intensiver als bislang auf die weitere Entwicklung vorbereiten muss. Dazu zählen laut Heuer die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten für die York- und die Oxford-Kaserne sowie eine abgestimmte Wohnungs- und Infrastrukturpolitik in den hauptbetroffenen Stadtteilen Gremmendorf, Gievenbeck und Coerde: ?Ziel muss es sein, dass spätestens mit dem tatsächlichen Abzug ein überzeugendes Handlungskonzept vorliegt. Ein unzulänglicher Übergang wie er seinerzeit nach der Freigabe von anderen Briten-Wohnungen in Gremmendorf eingetreten ist, muss ausgeschlossen werden.?

 

Handlungsleitlinie des städtischen Engagements sollte sein, so Heuer, den Prozess als aktiv zu steuernden Wandel zu begreifen, der nicht nur Nachteile bringt, sondern auch städtebauliche und wirtschaftliche Impulse freisetzen kann.

 

Dabei werde die Entscheidung zur Aufgabe des Militärstandorts Münster vor allem für die fast 200 Zivilbeschäftigten in Münster negative Konsequenzen haben. Hier seien insbesondere in Zusammenarbeit mit der Personalvertretung und der Arbeitsagentur Münster Möglichkeiten für eine arbeitsmarktpolitische Flankierung sowie sozialverträgliche Regelungen zu erarbeiten.

Die britischen Soldatenfamilien nutzen derzeit in den Stadtteilen Gremmendorf, Coerde und Gievenbeck rund 800 Wohneinheiten, vorwiegend in Einfamilienhäusern. Heuer: ?Deren Übergang auf den freien Wohnungsmarkt muss nicht zuletzt in seinen Konsequenzen für die städtische Wohnungs- und Bauflächenpolitik intensiv geprüft werden, um mögliche Fehlentwicklungen zu vermeiden.?

 

Für die zusammen rund 77 ha großen und im Bundeseigentum liegenden britischen Kasernen in den Stadtteilen Gremmendorf und Gievenbeck wird nach Einschätzung von Heuer vor allem eine Bestandsaufnahme in Hinblick auf den Gebäudebestand notwendig sein. Darüber hinaus sei für die heute noch militärisch genutzten Liegenschaften eine Rahmenplanung zu entwickeln, die sowohl gesamtstädtische Anforderungen berücksichtigt, als auch die besonderen Bedürfnisse der beiden Stadtteile aufnimmt. Heuer empfiehlt in diesem Zusammenhang eine frühzeitige und starke Einbindung der Bürgerschaft beispielsweise in Form von Zukunftswerkstätten.