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Alter TÜV: Ja zur Bebauung, Nein zum Tower

Nach intensiver Diskussion hat sich die SPD-Ratsfraktion einstimmig gegen den Bau eines Hochhauses auf dem städtischen Grundstück ?Alter TÜV? ausgesprochen. Somit bleibt die SPD bei Ihrer Einschätzung der letzten Jahre, dass gewichtige Argumente gegen einen 18 Geschosse hohen Büroturm an der Ecke Steinfurter Straße/ Yorkring/ Gasselstiege sprechen.

Nach intensiver Diskussion hat sich die SPD-Ratsfraktion einstimmig gegen den Bau eines Hochhauses auf dem städtischen Grundstück ?Alter TÜV? ausgesprochen. Somit bleibt die SPD bei Ihrer Einschätzung der letzten Jahre, dass gewichtige Argumente gegen einen 56 m hohen Büroturm an der Ecke Steinfurter Straße/ Yorkring/ Gasselstiege sprechen. Dabei ist in den Beratungen das konkrete Investitionsinteresse und die Standortbedeutung der Fa. ZEB gewürdigt worden. Und auch einige positive Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild des ?Towers? wurden thematisiert. Es bleiben aber zentrale Einwände bestehen:

 

1. Das Hochhaus wird sich in die Sichtachse auf das historische Bild der Altstadttürme von Überwasserkirche, Dom und St. Lamberti schieben. Der Tower wird diese bedeutende Sichtachse auf das bislang weitgehend erhaltene Stadtbild negativ verändern.

 

2. Die benachbarten Wohnhäuser an der Gasselstiege werden durch einen Tower beeinträchtigt. Gerade in den Nachmittags- und Abendstunden wirft der Turm weite Schatten auf die vorhandene Bebauung. Der Abstand des Hochhauses zur Wohnbebauung wurde in den neuen Planungen sogar verringert.

 

3. Die Ausmaße des neu geplanten Towers sind in Breite und Länge größer als bei der alten Planung, damit werden negative Begleiterscheinungen jedenfalls nicht reduziert.

 

4. Es gibt andere attraktive Grundstücke in Münster, die sich tatsächlich für ein Bürohochhaus eignen würden, zum Beispiel am Albersloher Weg: der Standort ?Alter TÜV? ist nicht alternativlos.

 

5. Ein architektonisch gelungener Büroneubau ist möglich, ohne das historische Stadtbild zu beeinträchtigen. Die Neubauten von Sparkasse, Max-Planck-Institut, Sparda-Bank und viele andere belegen dies - es geht auch ohne Tower.

 

Bedauerlicherweise verweigert Schwarz-Gelb im Rat seit Jahren das von der SPD geforderte Hochhauskonzept für Münster, mit dem sensible Standorte (z.B. bedeutende Sichtachsen) im Vorfeld von Ausschreibungen für den Hochhausbau ausgeschlossen würden.

 

Die SPD ist nach wie vor daran interessiert, andere Standortoptionen im Stadtgebiet oder eine andere Art der Bebauung am ?Alten TÜV? im Dialog mit dem Unternehmen ZEB zu entwickeln.