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Stadtentwicklung & Wohnen News

"Freizug der York-Kaserne war nie zum Nulltarif zu haben"

Gespannt wartet die SPD-Ratsfraktion auf Details des angekündigten Vertragsabschlusses über den Ankauf der ehemaligen Kasernenflächen in Gievenbeck und Gremmendorf. Zeitungsberichten zufolge soll nach Ostern ein Notar-Termin dazu stattfinden. Die SPD-Fraktion weist darauf hin, dass ihr dazu bislang keine offiziellen Informationen der Stadt vorliegen. „Eine Bewertung fällt daher momentan schwer, wenngleich es natürlich erst einmal eine gute Nachricht ist, dass nach jahrelangen erfolglosen Verhandlungen jetzt anscheinend Bewegung in die Sache kommt“, meint Mathias Kersting, Ratsherr für Gremmendorf.

An Spekulationen über den Preis, den die Stadt für die Flächen zu zahlen habe, woll sich die SPD nicht beteiligen. "Entscheidend wird aber die Frage sein, welche Verabredungen der Oberbürgermeister mit dem Land zur Verlagerung und Finanzierung der geplanten Zentralen Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete treffen konnte", erklärt Kersting. "Hier wird von interessierter Seite bislang ja nur geraunt, es gehe um einen Millionenbetrag. Der Oberbürgermeister sollte lieber schnell Klarheit schaffen, anstatt Spekulationen und Stimmungsmache weiter ins Kraut schießen zu lassen." 

Die SPD weist jedoch daraufhin, dass die für die Entwicklung der ehemaligen Kasernenfläche in Gremmendorf für Wohnzwecke notwendige Verlagerung der dort befindlichen Landeseinrichtung für die Stadt immer mit Kosten verbunden gewesen sei. "Wer die Debatte ehrlich führt, weiß, dass der Freizug der York-Kaserne für die Stadt nie zum Nulltarif zu haben war", stellt Ratsherr Robert von Olberg klar. Auch die vom Abzug der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) aus Gremmendorf wäre für die Stadt mit Kosten verbunden gewesen: "Die Etablierung einer ZAB in Münster hätte bedeutet, dass die heutigen Kapazitäten der EAE der Stadt Münster nicht mehr angerechnet worden wären.  Im Klartext heißt das: Münster hätte weiter Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete schaffen müssen. Von bis zu zehn war auszugehen, bedenkt man das Konzept der dezentralen kleinen Einheiten, das wir in Münster haben. Die Finanzierung hätte die Stadt tragen müssen. Zu behaupten, die Ansiedlung der ZAB in Münster sei ohne Kosten für die Stadt möglich gewesen, ist daher schlicht falsch", betont von Olberg. 

Ratsherr Robert von Olberg, Vorsitzender des SPD Unterbezirks Münster