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Anmeldeverfahren: Bischöfliche Schulen werden bevorzugt

Noch sind die beiden neuen städtischen Schulen gar nicht gegründet, da steht die geplante Starthilfe des Rathauses schon in der Kritik. Das vierstufige Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen sei zu wenig transparent, bemängelt der schulpolitische Sprecher der SPD, Dr. Michael Jung. Auch würden bischöfliche Schulen ungerechtfertigt bevorzugt. (MZ, 06.12.11)

Noch sind die beiden neuen städtischen Schulen gar nicht gegründet, da steht die geplante Starthilfe des Rathauses schon in der Kritik. Das vierstufige Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen sei zu wenig transparent, bemängelt der schulpolitische Sprecher der SPD, Dr. Michael Jung. Auch würden bischöfliche Schulen ungerechtfertigt bevorzugt.

 

Die SPD wehrt sich gegen die Idee von Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke, der Paul-Gerhardt-Gesamtschule und der Sekundarschule Roxel im kommenden Jahr einen vorgezogenen Anmeldetermin einzuräumen. Mehr noch stört es Schulexperte Jung aber, dass auch die bischöflichen Schulen einen Vorsprung bekommen sollen.

 

Vorige Woche hatte Hanke den Fachpolitikern des Rates ein Konzept vorgestellt, das das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen ab dem Schuljahr 2012/13 deutlich entzerrt. Nach Informationen unserer Redaktion sieht es erstmals vier Stufen vor.

 

"Weder transparent noch sinnvoll"

 

Von 10. bis 14. Februar läuft die Anmeldung für die bischöfliche Friedensschule, vom 21. bis 24. Februar folgen Gesamt- und Sekundarschule der Stadt. Die bischöflichen Gymnasien sind vom 27. Februar bis 5. März dran, als letztes schließen sich bis 9. März die städtischen Gymnasien, Real- und Hauptschulen an.

 

Dieses Verfahren sei ?weder transparent noch sinnvoll?, schreibt Jung in einem Brief an die Dezernentin. Einzelne Kinder könnten zwei- oder dreimal abgelehnt werden, bevor sie an einer Schule aufgenommen würden. Falls ein Losverfahren nötig werde, käme sogar eine fünfte Anmelderunde dazu.

 

Kritik an exklusivem Zugriff

 

Zudem hält es Jung für ?einen erheblichen und schwerwiegenden Mangel?, dass die bischöflichen Schulen ?einen exklusiven Zugriff auf potentielle Schülerinnen und Schüler erhalten?, weil ihre Termine jeweils vor denen der städtischen liegen.

 

Die SPD schlägt deshalb ein zweistufiges Verfahren vor: eine parallele Anmeldephase für alle Gesamt- und Sekundarschulen, eine für alle anderen Schulformen.

 

Jörg Gierse, Münstersche Zeitung - 06.12.2011