22.06.2007

SPD will keinen Jugendlichen verlieren/ SPD: Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

1.011 junge Menschen unter 25 Jahren sind in Münster arbeitslos gemeldet. Trotz des allgemeinen Wirtschaftsaufschwungs stagniert diese Zahl. Grund genug für die SPD-Ratsfraktion ein kommunales Handlungsprogramm zur zielgerichteten Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu entwickeln. In einem Pressegespräch stellten die Ratsmitglieder Marianne Hopmann und Dr. Michael Jung die wichtige SPD-Initiative vor.
Zu den Artikeln von MZ und WN:

SPD will keinen Jugendlichen verlieren
Münster - Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen, bevor sie überhaupt auftritt - ein Ziel, das die SPD-Ratsfraktion mit einer neuen Initiative verfolgt. Mit einem Bündel aus Fördermaßnahmen möchte sie die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren in Münster, die derzeit bei rund 1000 liegt, senken.
Schlecht in der Schule, kein Abschluss, keine Ausbildung, kein Job: Dieses Schicksal ist nach Ansicht von Marianne Hopmann und Dr. Michael Jung vermeidbar. "Vorausgesetzt, wir können schon in der Schulzeit gegensteuern", sagte Jung gestern bei der Vorstellung des Konzepts. Für die Stadt sei das finanziell die günstigere Lösung: "Die Folgekosten holen uns sonst bei den Sozialleistungen wieder ein."
Darum schlagen die Sozialdemokraten vor, bei der Stadt eine Stelle einzurichten, die bei der Berufsvorbereitung hilft. Förderschüler sollen besser unterstützt werden, "schulmüde" Jugendliche durch Betriebspraktika neuen Schwung bekommen. Um Schlüsselqualifikationen zu vermitteln und Orientierungspraktika anzubieten, setzt die SPD auf die Kooperation von Schulen, Verwaltung und Unternehmen.
Ansatz verdoppeln
Zudem fordert sie, den unlängst auf 250 000 Euro gekürzten Haushaltsansatz zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit auf das Doppelte anzuheben. Die Zeit dafür sei günstig, sagte Jung: Wenn die Stadt jetzt Mittel aus dem neu aufgelegten Europäischen Sozialfonds beantrage, komme "zu jedem Euro aus Münster einer aus Brüssel dazu".
Entscheidend ist es laut Marianne Hopmann, "diese Fördermaßnahmen abzustimmen und zu verstetigen". Das sei in Münster bisher zu selten passiert. Hopmanns Anspruch: "Wir dürfen keinen Jugendlichen mehr verlieren."

Jörg Gierse - Münstersche Zeitung 22.06.07


SPD: Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

Keine Stadt wünscht sich, dass junge Menschen ohne berufliche Perspektive auf der Straße hängen. Deswegen sollte jede Stadt schon aus Eigeninteresse darum bemüht sein, Schulmüdigkeit zu verhindern und Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung zu unterstützen.

Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt eines SPD-Antrages. Er trägt den Titel „Münster für alle – Jugendarbeitslosigkeit zielgerichtet bekämpfen“ und wurde von den Ratsmitgliedern Marianne Hopmann und Dr. Michael Jung gestern vorgestellt. Jung verhehlte in einem Pressegespräch nicht, dass es primär eine Aufgabe der Schulen, der Agentur für Arbeit sowie der Wirtschaft sei, für (Aus-)Bildung zu sorgen. Die Erfahrung lehre aber, dass es auch in Münster zahlreiche Schüler mit „einem erhöhten Betreuungsbedarf“ gebe. Nach dem Prinzip „Vorsorge ist besser als Nachsorge“ mache es Sinn, als Stadt auf dem Wege der Jugendhilfe aktiv zu werden. „Natürlich wäre es schön, wenn auch das Land mehr machen würde. Aber da können wir lange warten.“

Konkret fordert die SPD, dass die städtischen Mittel in Höhe von 250 000 Euro, die für solche Projekte zur Verfügung stehen, auf 500 000 erhöht werden. Nach Ansicht von Marianne Hopmann ist diese Erhöhung auch deshalb wichtig, „weil wir dann die Chance haben, zusätzliche EU-Mittel zu beantragen“. Umgesetzt werden sollen diese durch die Arbeitsmarkt-Initiative Münster (AIM).

Gerade weil die Finanzierung verschiedener Projekte demnächst ausläuft, hält die SPD eine intensive Beratung für erforderlich. „Wenn wir helfen wollen, müssen wir diese Hilfe auch verstetigen.“

Nach den Ferien kommt der SPD-Antrag in die Gremien.

Klaus Baumeister - Westfälische Nachrichten, 22.06.07



zurück
Berichten Sie darüber:
  • bei twitter
  • bei facebook
  • bei delicious
  • bei digg
  • bei google
  • bei webnews
  • bei Mister Wong
  • versenden
Ihr Name

Ihre Mailadresse:
Name des Empfängers
Empfänger-Adresse
Nachricht für den Empfänger
Sicherheitsfrage:Bitte tragen Sie das Ergebnis der folgenden einfachen Rechnung ein: 16 + 3 =