Das bisherige Sportgelände „Hütte“ am Wangeroogeweg ist in die Jahre gekommen und platzt aus allen Nähten.
SPD unterstützt SC Westfalia KinderhausDie SPD-Ratsfraktion unterstützt den SC Westfalia Kinderhaus bei der Errichtung einer neuen Sportanlage. Hintergrund ist die bis spätestens 2015 notwendige Verlagerung des Vereins vom jetzigen Standort am Wangeroogeweg. Der Eigentümer des Grundstücks, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), hat den Erbpachtvertrag mit dem Verein zum 31.12.2010 gekündigt. „Zwar wird eine weitere Nutzung bis zum Ende des Pachtvertrages im Jahr 2015 gestattet“, erläutert die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Gaby Kubig-Steltig, „doch sollte mit der Suche nach einem neuen Vereinsdomizil so schnell wie möglich begonnen werden.“ Die SPD spricht sich dabei für die Umsiedlung in den Bereich nördlich des Parkplatzes “Große Wiese“ aus
In einem Ratsantrag wird die Stadtverwaltung deshalb von der SPD beauftragt, zeitnah und in enger Zusammenarbeit mit dem SC Westfalia zu prüfen, unter welchen Bedingungen, auf welcher Zeitachse und in welchem Kostenrahmen eine Verlagerung des Vereins vom Wangeroogeweg in den Bereich “Große Wiese“ möglich und realisierbar ist. Mit dem LWL sollen dabei frühzeitig Verhandlungen aufgenommen werden, um die liegenschaftlichen Voraussetzungen zu klären, das entsprechende Planungsrecht zu schaffen und verschiedene Finanzierungsmodelle aufzubereiten.
Die überragende Bedeutung des SC Westfalia für den Stadtteil stellt die Kinderhauser Ratsfrau Anne Hakenes heraus: „Der Verein hat rund 2.000 Mitglieder und wächst kontinuierlich um jährlich 3 bis 5 Prozent. Besonders hervorzuheben sind die Angebote für Kinder und Jugendliche und das ehrenamtliche Engagement des Vereins für die Kinderhauser Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund, z.B. im Rahmen des Projektes ‚Soziale Stadt’.“ Damit sei der Verein ein auch sozial- und integrationspolitisch enorm wichtiger Akteur in Kinderhaus. So sind in den elf Sportabteilungen und sechs Sportgruppen Mitglieder aus über 30 verschiedenen Nationen aktiv, verdeutlicht Hakenes.
Das bisherige Sportgelände „Hütte“ am Wangeroogeweg „werde den Anforderungen schon seit langem nicht mehr gerecht, ergänzt die SPD-Sportexpertin Kubig-Steltig. Obwohl sich die Mitgliederzahl in den vergangenen drei Jahrzehnten verdoppelt hat, ist eine Erweiterung des Sportgeländes an diesem Standort baurechtlich nicht möglich. Als Konsequenz müssten rund 70 % des Fußballspielbetriebes auf die Bezirkssportanlage „Große Wiese“, welche gemeinsam mit 4 anderen Vereinen bzw. Sportgruppen genutzt wird, ausgelagert werden. Dies betreffe insbesondere die 22 Jugendmannschaften, die sich zudem auf Grund der desolaten hygienischen und räumlichen Situation der Außenumkleiden an der „Großen Wiese“ an dem etwa 700 Meter entfernten Sportgelände „Hütte“ umziehen müssten, so Kubig-Steltig. „Die Notwendigkeit das Vereinsgelände zügig zu verlagern korrespondiert deshalb mit der Notwendigkeit einer Vergrößerung und qualitativen Verbesserung der Sportanlagen in Kinderhaus.“
Nach Auffassung der SPD hat die Stadt Münster eine besondere über die Förderung eines Sportvereins hinausgehende Verantwortung gegenüber dem SC Westfalia. Eine Verlagerung an die „Große Wiese“ biete zudem den großen Vorteil, dass das Vereinsgelände näher an das Stadtteilzentrum und damit an das Zielgebiet seiner Arbeit heranrückt. Gaby Kubig-Steltig: „Wir sind zuversichtlich, dass in den Verhandlungen zwischen Stadt und LWL auch unter finanzpolitischen Gesichtspunkten eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wird. Der SC Westfalia und der Stadtteil Kinderhaus haben das auf alle Fälle verdient.“