Wolfgang Heuer hat maßgeblich dazu beigetragen, die dritte Nordtangente aus dem Flächennutzungsplan zu streichen.
Heuer: Natur statt Nordtangente Jahrzentelang hat man über sie gestritten – am Mittwochabend um 17.27 Uhr wurde sie endgültig beerdigt: Die dritte Nordtangente ist mit den Stimmen des Mitte-LinksBündnisses rund um SPD und Grüne aus den Plänen gestrichen worden.
Genau zwischen Innenstadt und den Stadtteilen Coerde und Kinderhaus – einmal von West nach Ost über die Entlastungsstraße. Dieses Fahrerlebnis wird es voraussichtlich nie geben. Im Hauptausschuss vor der gestrigen Ratssitzung stimmten die Vertreter von SPD, Grünen, Linken und UWG/ÖDP dafür, die Straße aus dem Flächennutzungsplan zu streichen.
Verhallt waren die Argumente von Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, der dafür plädiert hatte, das Straßenbauprojekt in den Plänen zu belassen, um sich die Chancen auf einen Bau in ferner Zukunft nicht zu verbauen. Auch CDU-Fraktionschef Heinz-Dieter Sellenriek und FDP-Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff plädierten aus diesen Grünen für einen Verbleib in den Plänen. „Vielleicht brauchen wir die Straße in 50 oder 60 Jahren“, sagte Möllemann-Appelhoff.
Gegen eine stärkere Belastung der Anwohner
In ihrem Antrag hatten die Mitglieder des Sechser-Bündnisses geschrieben, dass sie die weitere Planung der Straße ablehnen, weil sie keinen erkennbaren Nutzen bringe, stattdessen aber für viele Menschen zu Störungen führen werde. Unter anderem plädierten sie für den Erhalt von Naturräumen und gegen eine stärkere Belastung der Anwohner in Münsters Norden mit Straßenlärm.