02.02.2010

Jung, Michael (2009)
Michael Jung: "Im neuen Kraftwerk in Hamm wird kein einziges Kohlestück aus Deutschland verfeuert, sondern ausschließlich Importkohle."

„CDU-Kampagnen waren auch schon mal interessanter“

„Herrn Weber fällt wohl nichts wirklich Pfiffiges ein“, kommentiert der stv. SPD-Vorsitzende, Dr. Michael Jung, die Aktion des CDU-Kreisvorsitzenden, an die SPD-Gliederungen, deren Kommunen am Gekko-Kraftwerk in Hamm beteiligt sind, einen Brief zu verschicken. „CDU-Kampagnen waren auch schon mal interessanter“, findet Jung.

Weber mache überdies mit falschen Argumenten Politik: So trete die SPD auf Landes- und Bundesebene durchaus nicht pauschal für neue Kohlekraftwerke ein – sondern nur, wenn diese mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben würden. Das sei aber in Hamm nicht der Fall und daher der Wirkungsgrad des neuen Kraftwerks weitaus schlechter als bei KWK-Anlagen.

Außerdem erschließe sich die Verbindung des Themas der Kohlesubventionen mit dem neuen Kraftwerk in Hamm nicht: Schließlich werde in dem neuen Kraftwerk kein einziges Kohlestück aus Deutschland verfeuert, sondern ausschließlich Importkohle. Jung kündigte an, Weber in Kürze auch mal einen Brief zu schreiben: „Damit Herr Weber nächstens weiß, was die SPD beschlossen hat, werden wir ihm gerne unsere Beschlüsse auch von der Bundes- und Landesebene mal zur Verfügung stellen.“ Dann könne Weber mal in Ruhe nachlesen, bevor er wieder versucht, eine Kampagne zu starten.



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