21.06.2008

Bild: Kubig-Steltig, Gaby

Hallenbad Handorf: Schwarz-Gelb stiehlt sich aus der Verantwortung

SPD-Antrag scheitert mit einer Stimme

Mit der gestrigen Ratsentscheidung zum Hallenbad Handorf steht für die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Gaby Kubig-Steltig, fest: „„Die schwarz-gelbe Rathauskoalition stiehlt sich aus ihrer öffentlichen Verantwortung und schickt die Bürgerbad-Initiative in ein finanzielles Abenteuer.“

Hintergrund der SPD-Kritik ist die Weigerung von CDU und FDP, das Hallenbad Handorf mindestens solange in städtischer Trägerschaft zu belassen bis die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der übrigen Hallen- und Freibäder abgeschlossen sind, um den dringenden Bedarf vor allem im Bereich des Schul- und Vereinsschwimmens abzudecken. Mit ihrer Ein-Stimmen-Mehrheit lehnte die Koalition im Rat einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion ab, der von allen Oppositionsparteien unterstützt wurde. Eine Bürgerbad-Initiative muss nun das Bad nach den Sommerferien ohne städtische Zuschüsse übernehmen.

Das Engagement und die Risikobereitschaft der vielen Handorfer Bürgerinnen und Bürger sei „bewundernswert und mutig“, lobt Gaby Kubig-Steltig. Durch die Politik der CDU-/ FDP-Koalition sei den Handorfern aber nichts anderes übrig geblieben. „Die Bürgerbad-Initiative stand vor der Alternative Badschließung oder -übernahme.“ Für die SPD eine „höchst unbefriedigende Wahl“.

Gaby Kubig-Steltig: „Das Hallenbad Handorf wird nach den Sommerferien von Montag bis Freitag komplett für das Schul- und Vereinsschwimmen genutzt werden. Die Bereitstellung dieses Angebotes ist eine originäre Aufgabe der Stadt. Deshalb muss die Stadt nach unserer Überzeugung das Handorfer Bad zumindest in der Übergangsphase der Baumaßnahmen weiterhin selbst betreiben und die finanzielle Verantwortung tragen.“ Durch geeignete Maßnahmen, wie z. B. Überlassungsverträge mit den Vereinen oder Kooperationsmodelle, könnten zudem Einsparungen vor allem im Personalbereich erzielt werden. Es gäbe aber kein Bürgerbad und vor allem kein von Bürgern betriebenes Hallenbad, das ohne städtische Zuschüsse auskomme.

Das Verhalten der Rathauskoalition zeigt deshalb nach Ansicht der SPD-Sportpolitikerin, dass es CDU und FDP nicht um ein nachhaltiges Konzept zum Fortbestand des Handorfer Bades gehe, sondern um die Vermeidung einer weiteren Badschließung vor den Kommunalwahlen im nächsten Jahr.



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