18.01.2008

Bild: Schulze, Svenja (2007)

Schulze: Erneute Benachteiligung des Standort Münster nicht hinnehmen - Sparkassenverband muss in Münster bleiben

Unglaubwürdige Haltung der Landesregierung zur Verlagerung des Sitzes des Sparkassenverbandes nach Düsseldorf - Appell zu breitem Widerstand

"Es ist unglaublich, dass ein Minister nicht nur Landtagsmitglieder, sondern auch die Öffentlichkeit derart an der Nase herumführt. Ohne umfassende Informationen fühle ich mich bewusst getäuscht", weist die SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD, Svenja Schulze auch auf die Äußerungen anderer Vertreter der CDU in NRW hin, den Verwaltungsstandort Münster nicht weiter schwächen zu wollen.

Die Politikerin kritisiert vor allem zwei Dinge: In der Diskussion um die Fusion der Sparkassenverbände habe sich die SPD-Landtagsfraktion für den Erhalt des Sitzes des Sparkassenverbandes in Münster ausgesprochen. Der Finanzminister Linssen hatte den Eindruck erweckt, einen Standort Münster in eventuell schlankerer Form erhalten zu wollen. Eine Information des Ministers über neue Entwicklungen gebe es nicht.Für den Verwaltungsstandort Münster bedeutet ein Wegfall des Sitzes des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes (kurz WLSGV) in Münster durch die Fusion der Verbände nicht nur eine weitere Verlagerung von über 300 Arbeitsplätzen, sondern auch einen erneuten Bedeutungsverlust als "Schreibtisch Westfalens".

Unglaubwürdig sei die Haltung des Finanzministers aber auch vor dem Hintergrund der Aktionen in Bochum - an dem einen Standort werde zu Recht für den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft, am anderen Standort seien dieselben Minister am Stellenabbau beteiligt. "Die Minister und die Abgeordneten müssen eine nachvollziehbare und verlässliche Position einnehmen und nicht in Düsseldorf etwas anderes erzählen, als im Rest des Landes."

"Münsters Oberbürgermeister Tillmann muss sich endlich vehement für eine Klärung der Standortfrage - auch in Hinblick auf die Neustrukturierung der WestLB - in Düsseldorf einsetzen. Im Interesse unserer Stadt und auch des Umlandes dürfen wir uns nicht mit Luftnummern zufrieden geben", macht die münstersche SPD-Vorsitzende deutlich.

Schulze fordert eine konsequente Linie der Landesregierung und macht deutlich, dass die "Münsterländer Koalition der Vernünftigen" aus allen politischen Lagern, die sich kritisch zur sogenannten Verwaltungsstrukturreform mit dem Abbau von etlichen Verwaltungseinrichtungen und Arbeitsplätzen in Münster äußert, nun auch durch die CDU- und FDP-Landtagsabgeordneten vor Ort unterstützt werden muss.

"Wir brauchen endlich eine breite Koalition, um die Interessen von Münster und dem Münsterland zu wahren", ruft Schulze die Beteiligten auf, sich an der Erhaltung des Standortes des Sparkassenverbandes in Münster zu beteiligen.



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