09.11.2007

Bild: Vilhjalmsson, Beate

SPD: Skulpturen müssen erhalten bleiben - CDU/FDP-Entscheidung ist fatal und provinziell

„Für eine weltoffene Stadt, die Münster sein will, ist das ein fatales Signal. Willkommen zurück in der Provinz.“ Auf heftige Kritik der kulturpolitischen Sprecherin der SPD, Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson, trifft die Entscheidung von CDU und FDP, die Paul-Wulff-Skulptur von Silke Wagner sowie das Kunstwerk von Martha Rosler nicht zu erhalten. Wer ausgerechnet, die Skulpturprojekte aussortieren wolle, die zu einer kritischen Beleuchtung der Geschichte auffordern, der habe ideologische und keine künstlerischen Gründe, so Vilhjalmsson. „Der Erhalt dieser beiden weltweit beachteten Arbeiten in Münster ist wichtig und gäbe den Skulpturprojekten 2007 einen würdigen und dauerhaften Nachhall“, ergänzen die SPD-Kulturpolitiker Philipp Gabriel und Dr. Ulrich Bartels.

Verärgert zeigen sich die SPD-Politiker über die Begründungen von CDU und FDP. So hätten die Koalitionsfraktionen argumentiert, dass der Erhalt nicht in Paul Wulfs Sinne wäre, aber gleichzeitig dagegen gestimmt, den Vorsitzenden des Freundeskreises Paul Wulf dazu zu hören. Beate Vilhjalmsson: „Auch ich kannte Paul Wulf persönlich. Er wollte ganz ausdrücklich, dass die Probleme, gegen die er kämpfte, von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.“ Martha Roslers Arbeiten wurden abgelehnt, da die nur teilweise Erhaltung nicht im Sinne der Künstlerin sein könne. Ungeachtet blieb hierzu der Hinweis der Kuratorin, dass die Künstlerin durchaus damit einverstanden sei und die künstlerische Wirkung Ihres Projekts nicht geschmälert sähe. „Ehrlicher aber nicht besser war der Grund der FDP, die Skulpturen nicht erhalten zu wollen, weil sie provokativ seien“, so Philipp Gabriel.

„Hier wird gegen Kunstkommission, Direktor des Landesmuseums, Kuratoren der Skulpturprojekte und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gestimmt“, spielt Gabriel auf die Empfehlung der Experten und die Beliebtheit der Paul-Wulf-Skulptur in der Stadt an. „Zum Glück wird nicht allein den Politikern von CDU und FDP die Entscheidung überlassen, welche Arbeiten und Künstler bei den Skulpturausstellungen mitwirken. Sonst wäre die erste 1977 auch gleich die letzte gewesen.“



zurück
Berichten Sie darüber:
  • bei twitter
  • bei facebook
  • bei delicious
  • bei digg
  • bei google
  • bei webnews
  • bei Mister Wong
  • versenden
Ihr Name

Ihre Mailadresse:
Name des Empfängers
Empfänger-Adresse
Nachricht für den Empfänger
Sicherheitsfrage:Bitte tragen Sie das Ergebnis der folgenden einfachen Rechnung ein: 19 + 19 =



Termine
30.06.2016 18:00
Parteitag/Wahlkreiskonferenz im Bundestagswahlkreis 129 Münster


Mehr Infos...

zurückblättern nicht möglich blättern vorwaerts